Zu Fuß durch Mallorcas herrliche Naturparks

 

 

 

 
 
(03.06.2007)
Bei Mallorca denken viele an Faulenzen am Strand oder wilde Disconächte. Doch die Mittelmeerinsel hat mehr zu bieten: Karge Hügel, schroffe Felsen, Feuchtgebiete oder Sanddünen am Strand.

Mallorca hat sich längst als Trainingsgebiet für Rennradfahrer einen Namen gemacht. Und auch immer mehr Wanderfans kommen hierher.

Während es die meisten Wanderer in die Serra de Tramuntana im Norden Mallorcas zieht, gelten einige Regionen im Nordosten fast noch als Geheimtipp - etwa der Parc Natural de la Peninsula de Llevant in der Nähe des Örtchens Artà. Er wurde erst 2001 geschaffen und gilt wegen der verschiedenen Naturszenarien als vielfältigster Naturpark der Balearen, sagt.

Wanderer finden hier karge Hügel ebenso vor wie schroffe Felsen, Feuchtgebiete oder Sanddünen am Strand. Der Naturpark ist ein Nistgebiet für Wanderfalken und Adler. Auch Kormorane und Möwen sowie Schildkröten lassen sich mit etwas Glück beobachten.

Am Parkeingang bei s'Alqueria Vella scheuchen Ankömmlinge einige Schafe und Ziegen auf, die meckernd ins Gebüsch flüchten. Begegnungen dieser Art haben Wanderer unterwegs noch häufiger, denn zwischen den verlassenen Plantagenfeldern grasen Dutzende der Tiere - wegen ihrer umgehängten Glocken sind sie schon von weitem deutlich zu hören.

Zickzack-Kurs

Als erste Tour bietet sich eine Wanderung zur Ermita de Betlem an. Die Einsiedelei liegt in westlicher Richtung etwas außerhalb des Parks. Die Strecke dauert hin und zurück rund drei Stunden. Der Weg führt auf einem Steinpfad im Zickzack-Kurs den Berg hinauf. Zwischen den Resten der aus Steinen aufgeschichteten Mauern und verwitternden Bauernhäusern wachsen Zwergpalmen, wilde Olivenbäume und Wildblumen. Nach etwa einer Stunde ist der Bergkamm erreicht, wo sich ein guter Ausblick auf die Bucht von Alcúdia bietet. Von hier oben ist auch schon die von Mönchen bewohnte Ermita mit ihrer Allee aus Zypressen zu erkennen.

Wer nach der Rückkehr nach s'Alqueria Vella noch Puste hat, kann einen weiteren Abstecher nach Es Verger machen. Hin und zurück ist die Strecke in eineinhalb Stunden zu bewältigen. Für die Rundtour von s'Alqueria Vella über den rund 450 Meter hohen Puig de sa Tudossa zur Nordostküste und zurück sollten Wanderer dagegen besser gut ausgeruht an einem anderen Tag wiederkommen. Bis zu sieben Stunden sind für diese anstrengendere Route zu kalkulieren. Der Weg steigt dabei zunächst stetig an.

Auf halber Strecke passieren die Wanderer ein ehemaliges Soldatenlager - zwischen den Mauern der Ruine weiden Kühe. Kurz vor dem Gipfel zweigt nach Osten der Weg zu den Schutzhütten von Oguers und s'Arenalet an der Küste ab. Hier ändert sich die Vegetation: Links und rechts des Pfades wachsen Gräser und struppige, gelb blühende Büsche. Auf einem Hügel stehen Mulis und rupfen am Gras. Neugierig beschnuppern sie die Wanderer. Bei der Schutzhütte von s'Arenalet hat die Parkverwaltung an einem Kiefernwäldchen einen Rastplatz eingerichtet.

Wer die Dünen hinter der Hütte überquert, kann die Pause auch am Strand einlegen, die Füße aus den Stiefeln befreien und zur Abkühlung ins Meer halten. Baden ist in der Bucht wegen der Strömung aber verboten. Dann geht es zum Parkeingang zurück. Felder mit Mandel- und Feigenbäumen erstrecken sich beiderseits des Weges, bis nach sieben Stunden der Parkplatz wieder erreicht ist. Und nach einem solchen Gewaltmarsch ist es gar keine schlechte Idee, die Bergstiefel gegen Badelatschen zu tauschen und zur Erholung mal einen faulen Sonnentag am Strand einzulegen.

Informationen: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Myliusstraße 14, 60323 Frankfurt Tel.: 069/72 50 33, Broschürentelefon: 06123/991 34 Internet: www.newsmallorca.com, www.illesbalears.es, www.spain.info. (Felix Rehwald, dpa)



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