Neue Urlauberfreuden auf Phuket

 

 

 

 
 
(17.01.2007)
An den Stränden von Phuket herrscht wieder ganz normaler Badebetrieb. Zum zweiten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe gibt es auf Thailands größter Insel Phuket kaum noch etwas, was an den Schock und Schrecken der Flutwellen vom 26. Dezember 2004 erinnert. REISE & PREISE war vor Ort und sagt Ihnen, wie es jetzt auf der »Perle des Südens« aussieht.

Wer die Einheimischen darauf anspricht, erntet oft nur noch ein gequältes Lächeln. Die »Perle des Südens« ist sogar wieder zur Lokomotive des thailändischen Fremdenverkehrs geworden – zumal sie neuerdings sogar mit Direktverbindungen aus Moskau angeflogen wird. Kann sich das Königreich bis Ende dieses Jahres über mehr als 13 Millionen ausländische Besucher freuen, wird für 2007 eine abermalige Steigerung um rund zehn Prozent erwartet.

Schicke neue Hotels und ein Top-Spa

Wie an den besonders schwer betroffenen Urlaubszielen Koh Phi Phi und Khao Lak haben auch die Hotels von Phuket ihre Flutschäden zu umfassenden Renovierungen genutzt, während ringsherum eine neue, ausgesprochen elegante Generation von Unterkünften aus dem Sand gewachsen ist. Dazu gehört das schicke »Twin Palms« (Tel. 0066-76-316500, www.twinpalms-phuket.com, Deluxe-Zimmer € 199–239, Kategorie Grand € 264–309, Suite € 359–434), in dem sich Eleganz mit zeitgenössischen Stilelementen aus Japan verbindet. Nur 180 Meter vom schönen Surin-Strand gelegen, verwöhnt es seine Gäste mit modern ausstaffierten, geräumigen Zimmern, innovativen Restaurants und einer einladenden, tropischen Gartenanlage mit riesigem Schwimmbad. Ein kleines, exklusives Boutique-Resort mit 30 Luxusvillen, die 310 bzw. 595 Quadratmeter groß sind und jeweils über ein eigenen, um die 50 Quadratmeter großen Pool verfügen, ist das »Phuket Pavilions Hotel« am Bang Tao Beach
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... (Tel. 0066-76-317607, www.phuketpavilions.com, Villa € 278–2.057, als Sonderangebot € 189–1.394).

Als neuer Meilenstein für Wellness-Urlaub in Thailand und größtes Tages-Spa Asiens gilt das Sukko Cultural Spa (Tel. 0066-76-263222, www.sukkospa.com, 100-minütige Anwendungen € 44–76, 180-minütige € 70–108, 240-minütige € 104–141). Seine individuell gestalteten Villen liegen in einer weitläufigen Gartenlandschaft, die Therapie-Angebote basieren auf Jahrhunderte alten Weisheiten und der Philosophie des Ayurveda. Insgesamt gibt es auf Phuket nun schon an die 100 Wellness-Einrichtungen und rund 120 Betriebe für traditionelle Thai-Massage. Auch die übrige Geschäftswelt boomt – und kann ebenfalls ein neues Flaggschiff vorweisen: Am Patong-Beach hat mit dem Jungceylon Lifestyle Center rechtzeitig zur Hochsaison ein eindrucksvolles Einkaufs- und Unterhaltungszentrum eröffnet. Rund 70 Millionen Euro wurden investiert, um auf 75.000 Quadratmetern mit einer Vielzahl von Geschäften, Restaurants und Boutiquen zu locken. Ein modernes Kinocenter, ein gediegener Sportkomplex und eine attraktive Veranstaltungsarena mit Bäumen, Teich und Springbrunnen sorgen hier ebenfalls für Abwechselung.

Entertainment für jeden Geschmack

Ob Kletterwand-Wettbewerbe, Kajak-Rennen, Karnevalsumzug, Jazz-Festival oder die große Schwulen- und Lesbenparty »Nation VI«: An neuem, kreativem Remmidemmi herrscht kein Mangel. Wichtigste Unterhaltunsstätte bleibt der Themenpark FantaSea mit seinen farbenprächtigen Monumental- und Magieshows (www.phuket-fantasea.com, Vorstellung täglich 21 bis 22.15 Uhr, Eintritt € 24, mit Dinner-Büfett 18 bis 21 Uhr für € 35). Obwohl die Tsunami-Fluten bis auf das Show-Gelände geschwappt waren, hatte das Ensemble damals noch tapfer einige Tage weitergespielt, um die verbliebenen Urlauber abzulenken. Heute zählt dort zum Beispiel das »Similan Entertainment Center« zu den neuen Attraktionen, wo eine »Ocean World« mit verschiedenen Spielen, Geschäften und Restaurants für Abwechselung sorgt. Oder die »Songbird Luminarie« mit hunderten Singvögeln, während eine »Tiger Adventure Safari« alsbald seltene Tiere wie weiße Tiger und Affen oder Albino-Pythons präsentieren soll. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Mit der schillernden Travestie-Show »Phuja Nirvana« (Tel. 0066-76-291010, www.phujanirvana.com, täglich 20.15 bis 22.30 Uhr für ...

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... € 8–12, mit Büfett ab 19.15 Uhr für € 17–26) im avantgardistischen, 4.000 Quadratmeter großen Restaurant-Komplex Central Festival ist Phukets Nachtleben um eine schillernde Facette reicher geworden. Wem allerdings eher der Sinn nach der Besichtigung eines Gefängnisses steht, der braucht sich nur unter der Telefonnummer 076-212104 oder 076-21468978 anzumelden. Denn der Inselknast wurde mitsamt seinen derzeit 1.500 Insassen und täglichen Führungen als Touristenattraktion freigegeben…

Der schnelle Wiederufbau hat auch seine Kehrseite

Stammgäste, die der Insel im ersten Jahr nach dem Tsunami die Treue gehalten und sich gegen den allgemeinen Trend für einen Phuket-Aufenthalt entschieden hatten, könnten sich allerdings mit Wehmut an jene geruhsamen, genussvollen Urlaubstage erinnern. Allein schon wegen der ungewohnt leeren Strände und der in ihrer Not überaus freundlichen Einheimischen. Heute ist das vielerorts so nicht mehr erlebbar, denn Ruhe und innere Einkehr haben gerade mal so lange gedauert wie der seit den 1980er Jahren verzeichnete Inselboom den Atem angehalten hat. Vielerorts hat der schnelle Wiederaufbau bewiesen, dass die von den Behörden unter dem Eindruck der Natur-Katastrophe erwogenen, strengeren Bauvorschriften ein frommer Wunsch geblieben sind. Im Inselinnern lässt vor allem die Landschaftsplanung zu wünschen übrig. Wertvoller Baumbestand wird bedenkenlos der Kettensäge geopfert, während die letzten Reisfelder zu verschwinden drohen. Und dies vor allem für den Bau von Shophouse Units: In ihren Massen und langen Reihen gesichtslos wirkend, führen sie zu einer hässlichen Uniformierung der Insel. Das ist dann heute auch der erste Eindruck, den anreisende Touristen von ihrem Urlaubsziel bekommen.

Ebenfalls verstärkt auf Wachstumskurs scheinen die Preise zu liegen. Dass sich die Tagesmiete von Sonnenschirmen und Liegestühlen zur Hochsaison auf 100 Baht (rund zwei Euro) erhöht hat, scheint die Badegäste am Patong-Strand nicht wirklich zu bewegen. Schließlich präsentiert sich das Meer, dessen Urgewalten jetzt vom National Disaster Warnung Center rund 1.100 Kilometer weit draußen mit versenkten High-Tech-Bojen überwacht wird, ja nun ...

Quelle: reise-preise.de


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