Rom (ital.: Roma) ist die Hauptstadt Italiens und der Region Latium. Die Stadt liegt am Tiber. Rom hat 2,6 Mio. Einwohner im Stadtgebiet bzw. 3,5 Mio. Einwohner im Großraum (Stand 2004). Innerhalb der Stadt liegt der unabhängige Staat der Vatikanstadt.
Der Vatikan ist der Sitz des Papstes, des Bischofs von Rom und Oberhauptes der katholischen Kirche. Außerdem ist Rom auch der Sitz des Malteser Ritterordens, der ein eigenständiges, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt ist. Somit kann Rom als dreifache Hauptstadt gelten. In der Geschichte war Rom vor allem als Zentrum des Imperium Romanum sowie als Sitz des Papsttums von Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
1.1 Antike
1.1.1 Gründung
1.1.2 Die sieben Hügel Roms
1.1.3 Imperium Romanum
1.2 Mittelalter
1.3 Neuzeit
1.4 Rom heute
2 Weblinks
Geschichte
Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753. v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus brachte später seinen Bruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit einer Vestalin, auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt, dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Das Gründungsdatum ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c., deutsch "von der Gründung der Stadt (Rom) an". Ausgrabungen auf dem Palatin fanden tatsächlich Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus.
Die sieben Hügel Roms
Die Zusammenfassung einzelnder Siedlungen auf den einzelnen Siedlung zu einem Gemeinwesen könnte sich nach Auffassung der Historiker tatsächlich um das legendäre Gründungsdatum herum ereignet haben.
Die sprichwörtlichen sieben Hügel Roms sind:
Palatin, Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius (auch Caelian(us)).
Imperium Romanum
In der Antike war Rom ein Königreichs, nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus eine Republik, die sich 387 v. Chr. gegen die Gallier nicht erwehren konnte, aber dennoch ständig erweiterte, und unter den römischen Kaisern zum Römischen Weltreich (Imperium Romanum) ausdehnte. Damals war Rom bereits eine Millionenstadt. Aus dieser Zeit sind noch viele Bauten oder deren Ruinen erhalten, so zum Beispiel das Kolosseum, das Forum Romanum, die Trajanssäule, das Pantheon und die Engelsburg, aber auch das Grabmal des Eurysaces an der Porta Maggiore, der Tempel der Minerva Medica.
Die Römische Zivilisation entwickelte die Lateinische Sprache als offizielle Sprache, sie war später Jahrhunderte lang die Sprache der Wissenschaft.
S.P.Q.R ist ein Schriftzug, den man überall in Rom, auf Brunnen, Schrifttafeln und auch im Stadtwappen findet. Es bedeutet "Senatus Populusque Romanus" oder zu deutsch "Der Senat und das Volk von Rom".
Mittelalter
Auch die im 3. Jahrhundert gebaute Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, daß das jahrhundertelang unbesiegte Rom 410 von den Westgoten und 455 durch die Wandalen geplündert wurde. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches gehörte Rom zwar zunächst formell noch zum Oströmischen Reich, die Ordnungsfunktionen wurden jedoch in den Zeiten der Völkerwanderung mehr und mehr vom Papsttum ausgeübt.
Seit Pippin erlangte Rom, das im Mittelalter nur noch etwa 20.000 Einwohner zählte, neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als bedeutendester Wallfahrtsort des Christentums neben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der Große durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde.
Die Gräber der nach dem Brand Roms unter Nero im Jahre 64 hingerichteten Apostel Simon Petrus und Paulus sowie unzählige andere Reliquien verhießen ab 1300 in den Heiligen Jahren den Pilgern außergewöhnliche Gnaden und Ablässe. Das Aufblühen Roms in der Renaissance wurde 1527 durch das Sacco di Roma unterbrochen, als die Söldnertruppen Karls V. Rom verwüsteten.
In christlicher Zeit sind viele bedeutende Bauten entstanden, so zum Beispiel die so genannten vier Patriarchalbasiliken Sankt Paul vor den Mauern über dem Grab des heiligen Apostel Paulus aus dem 4. Jahrhundert, der Lateran, ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert, von Francesco Borromini barockisiert, Santa Maria Maggiore aus dem 5. Jahrhundert und vor allem der Petersdom, der in der heutigen Form aus der Renaissance und dem Barock stammt.
Neuzeit
Insgesamt fand in der Renaissance und im Barock die Stadt ein neues Gepräge, das hauptsächlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen Straßenzügen mit Sichtachsen auf Obelisken, Palästen und Plätzen mit Brunnen. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in Rom darstellt.
Rom heute
Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom 1871 die Hauptstadt des neuen Italien. Unter Mussolini wurden die Differenzen zwischen Staat und Kirche 1929 durch die Lateranverträge mit dem dem Heiligen Stuhl beendet und der unabhängige Staat der Vatikanstadt begründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verließ 1946 der König das Land und Italien wird Republik. 1960 fanden in Rom die XVII. Olympischen Sommerspiele statt. Im Jahr 2000 erlebte die Stadt einen beispiellosen Pilgerandrang. Allein zum Gottesdienst am Weltjugendtag kamen 2 Millionen Menschen.
Weblinks
· http://www.kirke.hu-berlin.de/ressourc/roma.html
· http://www.romanum.de
· http://www.imperiumromanum.com/
· http://www.rom-treff.de
· http://www.roma-antiqua.de
· Photos of Rome
[Quelle]
[Enzyklopädie: Rom. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 240055]
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