
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Daten und Fakten
3 Ferienorte
4 Sehenswürdigkeiten
5 Literatur
6 Weblinks
Geschichte
Gran Canaria war seit 3000 v. Chr. von den Guanchen bevölkert, bis sie im 15. Jahrhundert von Spanien in Besitz genommen wurde.
Auf Grund seiner klimatischen und geographischen Vielfalt, seiner differenzierten Flora und Fauna wird Gran Canaria auch als "Miniaturkontinent" beschrieben. Aus dem Bergland des Inselinneren führen viele Trockentäler, die barrancos, bis an die Küste. Bei den seltenen Regenfällen, die dann aber recht ergiebig sein können, füllen sich diese barrancos zu teilweise reißenden Sturzbächen. In den bewohnten Gegenden wurden sie deshalb stark ausgebaut und befestigt.
Las Palmas de Gran Canaria
Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria auf Gran Canaria besitzt den zweitgrößten Atlantikhafen der Welt. Dementsprechend stellt sich die Stadt auch dar.
Der touristisch wertvolle Stadtkern wurde vor einigen Jahren verkehrstechnisch entlastet. Neben dem Tunnel, der die ehemals einzige Verbindungsstraße zwischen Süden und Norden, den Paseo Marítimo, mit der Nordautobahn verbindet, sorgt seit 2004 die neue Umgehungsstraße dafür, dass der Durchgangsverkehr an Las Palmas vorbeiführt und so die Belastung der Innenstadt weiter abnimmt.
Von nächtlichen Abstechern in entlegene Viertel muss man abraten. Die Kriminalität ist hier recht hoch, Diebstähle und Überfälle sind keine Seltenheit.
Berühmte Bauwerke in der Altstadt von Las Palmas, der "Vegueta", sind die Kathedrale Santa Ana und die "Casa Colón", ein prachtvoller Kolonialbau, in dem das Kolumbus-Museum untergebracht ist.
Weitere Museen, die die Stadt zu bieten hat, sind das "Museo Canario" mit seiner Sammlung altkanarischer Fundstücke, das "Museo Néstor", das sich den Werken des kanarischen Malers widmet, die "Casa Museo Pérez Galdós" mit Werken des berühmten Schriftstellers, das Wissenschaftsmuseum "Museo Elder" am Parque Santa Catalina und das renommierte Zentrum für Moderne Kunst - Centro Atlántico de Arte Moderno - dessen wechselnde Ausstellungen Künstlern aus aller Welt ein Forum geben.
Die Strandpromenade von Las Palmas, der "Paseo Canteras", zählt zu den schönsten Stadtstränden der Welt. Am nördlichen Stadtausgang befindet sich das 1997 errichtete "Auditorio Alfredo Kraus", ein modernes Konzerthaus direkt am Meer, das nach dem in Las Palmas geborenen Tenor Alfredo Kraus benannt ist. Weitere berühmte Söhne der Stadt sind der Schriftsteller Benito Pérez Galdós, der auch als "spanischer Balzac" bezeichnet wird, und der Maler Manolo Millares Sall.
In Las Palmas ist es häufig stark bewölkt. Dieses klimatische Phänomen, das von den Einheimischen als "Panza de burro" bezeichnet wird, hat dazu geführt, dass sich der Tourismus von der Hauptstadt in den Süden verlagert hat und sich heute nahezu ausschließlich auf Maspalomas und die Costa Mogán konzentriert. Wenn im Süden die Sonne scheint, kann es in Las Palmas regnen. Las Palmas hat die meisten Regentage der ganzen Insel, und dies mit Abstand.
Im Februar versinkt die Stadt alljährlich in einem wochenlangen Karnevalstaumel, der "Carnaval" wird mit großem Aufwand gefeiert. Auch auf diesem Gebiet macht sich eine gewisse Konkurrenz zwischen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife, der Hauptstadt der Nachbarinsel Teneriffa, bemerkbar. Dieser alte Streit um die Vorherrschaft auf dem kanarischen Archipel wird als "Pleito Insular" bezeichnet.
Daten und Fakten
Gran Canaria ist mit einer Fläche von 1532 km2 nach Teneriffa und Fuerteventura die drittgrößte der Kanarischen Inseln und Teil der Provinz Las Palmas. 210 km von der Nordwestküste Afrikas entfernt liegt die annähernd kreisrunde Vulkaninsel mit einem Durchmesser von ca. 45 km zwischen ihren größeren Nachbarinseln Teneriffa im Westen und Fuerteventura im Osten bei 28° nördlicher Breite und 15° 35' westlicher Länge. Die höchste Erhebung im Zentrum der Insel ist der 1949 Meter hohe, erloschene Vulkan Pozo de las Nieves.
Mit 650.000 Einwohnern, von denen 350.000 in der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria leben, ist Gran Canaria die bevölkerungsreichste Insel des Archipels. Jährlich besuchen 2,2 Millionen Menschen das Herzstück der Kanarischen Inseln, vor allem das touristische Zentrum Gran Canarias im Süden der Insel mit den Orten Maspalomas, Playa del Ingles und San Agustín.
Ferienorte
Im Süden der Insel
· San Agustin
· Playa del Ingles
· Maspalomas
· Puerto Rico
· Puerto de Mogan
Lohnende Orte verteilt auf der Insel.
· San Bartolome de Tirajana
· Fataga
· Puerto de las Nieves (bei Agaete)
· Arucas
· Galdar
· San Nicolás
· Teror
Sehenswürdigkeiten
· Der malerische Fischerort Puerto de Mogan
· Die Dünen von Maspalomas
· Palmitos Park - Paradiesischer Palmen- und Vogelpark
· Der Trinkwasser-Staudamm im Barranco oberhalb von Maspalomas im Hinterland
· Das "Cruz de Tejeda", ein Aussichtspunkt am Gipfel mit Blick zum "Pico de Tejde"
Literatur
Pott, Joachim/Hüppe, Joachim/de la Torre, Wofredo Wildpret: Die Kanarischen Inseln. Natur- und Kulturlandschaften, Ulmer : Stuttgart 2003, 320 S., 295 Farbfotos, 28 Farbgrafiken, 3 Tabellen, ISBN 3-8001-3284-2 (reichbebilderte Darstellung der Geobotanik)
Weblinks
Busfahrpläne der Insel
[Quelle]
[Enzyklopädie: Gran Canaria. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 110550]
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