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Informationen zu Athen

Athen (griechisch Atnna = Athina), die ihren Namen von der griechischen Göttin Athene hat, ist die Hauptstadt Griechenlands. Die Stadt hat etwa 770.000 Einwohner, der Großraum Athen 3.761.810 Einwohner (2001). Sie liegt in der weiträumigsten Ebene der Landschaft Attika mit den Flüssen Ilysos und Kephisos und ist an drei Seiten umgeben von Gebirgszügen, vom Hymettos (1.026 m), vom Pentelikon (1.109 m), vom Parnes (1.413 m) und vom Ägaleo (468 m), die vierte Seite öffnet sich zum Meer, dem Saronischen Golf.

   

 


Der Überlieferung nach wurde Athen von König Kekrops gegründet. Die Stadt ist seit etwa 5.000 Jahren kontinuierlich besiedelt und damit sicher eine der ältesten Siedlungen Europas. 1985 wurde Athen erste Kulturhauptstadt Europas. In die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO wurde 1987 die Akropolis und 1990 das Kloster Daphni aufgenommen.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte
2 Berühmte Athener
3 Sehenswürdigkeiten
4 Museen
5 Verkehr
6 Olympische Spiele
7 Demographie
8 Athener Wetter / Klima in Athen
9 Weblinks

Geschichte


Geschichte Athens

Die Geschichte der griechischen Hauptstadt Athen ist die längste aller europäischen Städte, sie reicht bis in die Jungsteinzeit, also etwa 7.500 Jahre vor heute zurück. Genauere Details sind aber erst ab etwa 1300 v. Chr. bekannt, als auf der Akropolis (=hohe Stadt) ein mykenischer Königspalast errichtet wurde.

Inhaltsverzeichnis

1 Überblick
1.1 Die Herkunft des Namens der Stadt
1.2 Die Blütezeit
1.3 Die Blüte der Demokratie im 5. und 4. Jh.v.Chr.
1.4 Eroberung durch Philipp II. und römische Zeit
2 Zeittafel
2.1 Jungsteinzeit (5000-2500 v. Chr.)
2.2 Bronzezeit (2500-1200 v. Chr.)
2.3 Eisenzeit (1200-900 v. Chr.)
2.4 Geometrische Zeit (900-700 v. Chr.)
2.5 Archaische Zeit (700-500 v. Chr.)
2.6 Perserkriege (500-479 v. Chr.)
2.7 Klassische Zeit (479-338 v. Chr.)
2.8 Hellenistische Zeit (338-146 v. Chr.)
2.9 Römische Zeit (146 v. Chr.-289 n. Chr.)
2.10 Früh- und mittelbyzantinische Zeit (520-1054)
2.11 Fränkische und spätbyzantinische Zeit (1054-1453)
2.12 Osmanische Zeit (1453-1832)
2.13 Neugriechische Zeit (1832-1912)
2.14 Neugriechische Zeit (1912-1944)
2.15 Neugriechische Zeit (seit 1944)
3 Sehenswürdigkeiten aus der Antike

Überblick

Die Herkunft des Namens der Stadt

Die Herkunft des Namens Athen (griechisch: Atnnai) ist bisher nicht geklärt, da es keine etymologischen Wurzeln des Begriffs gibt. Man vermutet, dass die Bezeichnung von der Schutzgöttin der Stadt, Athene, abstammt, jedoch ist es genausogut möglich, dass die Göttin nach der Stadt benannt wurde. Der Plural in Athinai erklärt sich dadurch, dass Athen aus mehreren kleinen Dörfern zusammengewachsen ist.

Die Blütezeit

Das alte Athen, das in seiner Blütezeit im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. bis zu 300.000 Einwohner hatte, erstreckte sich auf einem etwa 2×2 km großen Gebiet rund um die Akropolis. Der Hauptplatz - die Agora - befand sich in der Nähe des heutigen Monastirakiplatzes. Im Westen der Stadt befand sich der Pnyx, auf dem die Volksversammlungen abgehalten wurden. Das wichtigste Heiligtum war das Parthenon, in dem die Schutzpatronin der Stadt, Athene, verehrt wurde und dessen Ruinen noch heute sichtbar sind. Weitere wichtige Tempel waren der Hephaistos- und der Zeustempel (oder Olympieion).

Die Mehrzahl der Athenischen Bevölkerung waren jedoch nicht Athenische Vollbürger, sondern Sklaven (Metöken), die praktisch keine Rechte hatten und deren Situation erst durch die Reformen Solons verbessert wurde.

Die Blüte der Demokratie im 5. und 4. Jh.v.Chr.

Um 500 v. Chr. bestimmten die Perserkriege das Stadtleben, die wohl bekannteste Schlacht ist die Schlacht bei Marathon. Nach der Schlacht bei Salamis gelang es den Athenern, ihre Macht auch auf andere Städte auszuweiten und den Attischen Seebund zu gründen. Mit Hilfe des Seebundes errichtete Athen eine Hegemonie über weite Teile Griechenlands und Kleinasiens: Der Seebund selbst entwickelte sich zum attischen Reich.

Das 5. Jahrhundert vor Christus war auch vom kulturellen Standpunkt die Hochzeit Athens: Wer als Philosoph, Schriftsteller, Mathematiker oder Künstler etwas auf sich hielt, wohnte in Athen. Gute Beispiele sind die auch heute noch bekannten Schriftsteller Aischylos, Aristophanes, Euripides und Sophokles, die Historiker Herodot, Thukydides, der Philosoph Sokrates, der Dichter Simonides und der Bildhauer Phidias. Der einflussreichte Politiker der Stadt war zu dieser Zeit Perikles, der die Akropolis errichten ließ und die Stadt, wie er sagte, zur »Schule Griechenlands« machte.

Doch Athens Regierungspolitik wurde mit der Zeit nicht mehr von allen Mitgliedern der Koalition im Attischen Seebund unterstützt. Die Differenzen mit Korinth (und indirekt mit Sparta) führten schließlich zum Peloponnesischen Krieg gegen den so genannten Peloponnesischen Bund, der von Sparta, Korinth und Theben angeführt wurde. Dieser Krieg endete 404 v. Chr. mit der totalen Niederlage Athens.

Während das demokratische Athen im 4. Jahrhundert v.Chr. lange Zeit als Epoche des "Niedergangs" und des "Rückzugs ins Private" galt, hat sich das Bild in der Forschung seit den 1980er Jahren allmählich gewandelt.

Die demokratischen Institutionen - nicht mit Beamten und Spezialisten, sondern mit jährlich ausgelosten Bürgern besetzt - arbeiteten weiter, von einer Politikverdrossenheit der Bürger ist nichts überliefert. Für das politische Engagement spricht auch die ständige architektonische Erweiterung der Pnyx, wo die Volksversammlung, das zentrale Gremium der demokratischen Entscheidungen, zusammentrat.

Kein Politiker - auch nicht der einflussreiche Makedonengegner Demosthenes - hat eine ähnlich dominante Stellung erlangen können, wie sie Perikles im 5. Jahrhundert einnahm.

Im 4. Jh. brachten die Philosophen Platon und Aristoteles die (politische) Philosophie zur Blüte, an Thukydides schließt der Historiker Xenophon an.

Im 4. Jahrhundert v. Chr. gewann die Stadt wieder an Macht, rief einen neuen Bund ins Leben und besiegte 369 v. Chr. Sparta. Seit der Mitte des 4. Jahrhunderts wurde Athen mit der Frage konfrontiert, ob es gegenüber den expandierenden Makedonen auf Kooperation oder auf Widerstand setzen sollte.

Eroberung durch Philipp II. und römische Zeit

Gegen Mitte des 4. Jahrhundert wurde das im Norden gelegene Königreich Makedonien unter Philipp II. immer mächtiger. Der Politiker Demosthenes warnte früh vor dem aggressiv expandierenden Makedonenreich. In der Schlacht von Chaironeia unterlag Athen 338 v. Chr., kam unter makedonische Herrschaft, durfte aber seine demokratische Verfassung behalten.

Auch Philipps Sohn Alexander der Große achtete die große Tradition Athens. Nach dem Tod Alexanders erhoben sich Athen und andere griechische Stadtstaaten im so genannten Lamischen Krieg erneut gegen die Makedonen, wurden aber geschlagen. Athen musste seine Demokratie abschaffen. Spätere Erhebungen und Versuche, zur Demokratie zurückzukehren, blieben erfolglos.

86 v. Chr., nach 200 Jahren unter makedonischer Herrschaft, wurde Athen dem Römische Reich einverleibt. Doch auch unter den römischen Kaisern blieb die Stadt ein Zentrum kulturellen Lebens. Doch 391, als das Christentum römische Staatsreligion wurde, ging auch diese Bedeutung verloren: Kaiser Justinian I. schloss 529 die Philosophieschulen. Dies wird allgemein als Ende des klassischen Athen angesehen.

Zeittafel

Jungsteinzeit (5000-2500 v. Chr.)

Erste Anzeichen einer Siedlung auf der Akropolis in Athen.

Bronzezeit (2500-1200 v. Chr.)

Um 1300 v. Chr. wurde auf der Akropolis ein mykenischer Königspalast errichtet.

Eisenzeit (1200-900 v. Chr.)

Im Gegensatz zu anderen mykenischen Städten wie Mykene selbst oder Pylos verschwand Athen im 12. Jahrhundert v. Chr. nicht völlig von der Bildfäche, sondern verkleinerte nur das Stadtgebiet auf die Größe der heutigen Plaka.

Geometrische Zeit (900-700 v. Chr.)

Bis zum dem 8. Jahrhundert hatte sich Athen wieder rehabilitiert und seine zentrale Position in der griechischen Welt gefestigt, die Festung auf der Akropolis und der Zugang zum Meer boten der Stadt einen großen Vorteil über mögliche Rivalen wie Theben und Sparta. Seit Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr. wurden die Gerichtsverhandlungen auf dem Areopag durchgeführt.

Archaische Zeit (700-500 v. Chr.)

Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurden durch Drakon sehr scharfe Gesetze erlassen (Drakonische Strafen), die Solon (640-559 v. Chr., einer der sieben Weisen) milderte und die Bürgerrechte auf ärmere Volksschichten ausweitete. 515 v. Chr. Baubeginn des größten Tempels des griechischen Festlands, dem Olympieion, unter dem Tyrannen Peisistratos.

Nach dem Tod des Tyrannen folgte die Schreckensherrschaft des Hippias (Sohn des Peisistratos), der 510 v. Chr. gestürzt wurde. Mit der Reform des Kleisthenes und der Entmachtung des Adels sowie der gleichzeitigen Errichtung der Demokratie wurde der weitere Bau des Riesentempels eingestellt. (König Antiochos IV. ließ die Arbeiten 174 v. Chr. wieder aufnehmen. Der Tempel wurde etwa 640 Jahre nach Baubeginn unter dem römischen Kaiser Hadrian endgültig fertiggestellt.)

Perserkriege (500-479 v. Chr.)

· 493 v. Chr. wurde der Athener Haupthafen von Phaleron nach Piräus verlegt und später mit den Langen Mauern verbunden.
· 490 v. Chr. Schlacht bei Marathon ( Marathonlauf).
· 480 v. Chr. zerstören die Perser Athen, der persische König Xerxes I. thront auf dem Ägaleo und wohnt der Seeschlacht von Salamis bei.
· 479 v. Chr. Schlacht bei Plataiai.

Klassische Zeit (479-338 v. Chr.)

Athen war einer der mächtigsten Stadtstaaten des alten Griechenland und der große Gegenspieler Spartas im Peloponnesischen Krieg. Athen war - mit der Verfassung des Solon und später der Reform des Kleisthenes - die erste Demokratie in der Geschichte. Beamte wurden per Los ernannt oder gewählt, die meisten Ämter waren zeitlich begrenzt. Hochrangige Personen, die durch ihre Macht die Demokratie bedrohten, konnten nach Abstimmung zeitlich begrenzt in die Verbannung geschickt werden (Ostrakismos), ein Schicksal, das zahlreichen athenischen Generälen widerfuhr.

Die Athenische Demokratie trug, wie der Historiker Thukydides dem Politiker Perikles in den Mund legt, einen bedeutenden Teil zur Macht und zum wirtschaftlichen Wohlstand der Stadt bei. «Die Verfassung, nach der wir leben, vergleicht sich mit keiner der fremden. Mit Namen heißt sie, weil der Staat nicht auf wenige Bürger, sondern auf eine größere Zahl gestellt ist, Volksherrschaft. [...] Sondern frei leben wir miteinander im Staat... »

Mit den Schulen des Platon und Aristoteles bildete Athen ein bedeutendes philosophisches Zentrum. Im peloponnesischen Krieg verlor sie an Einfluss.

Hellenistische Zeit (338-146 v. Chr.)

Demosthenes, Athener Politiker und berühmtester Redner der Antike (Philippika), versucht in einer Allianz mit Theben sich gegen die makedonische Großmacht unter Philipp II. zu wehren. Athen verliert seine Unabhängigkeit 338 v. Chr. in der Schlacht von Chaironeia.

Römische Zeit (146 v. Chr.-289 n. Chr.)

Eroberung Athens durch Sulla 86 v. Chr. und Plünderung der Stadt.

Der Apostel Paulus besucht auf seiner 2. Reise auch Athen (Apostelgeschichte 17,15-17,34) und spricht auf der Agora und dem Areopag (49 n. Chr.). Kaiser Hadrian, ein persönlicher Freund des Herodes Attikus, hält sich mehrfach in Athen auf, lässt die Hadriansstadt bauen (heute noch das Hadrianstor) und den gewaltigen Tempel des Olympischen Zeus (das Olympieion) vollenden, der schon in archaischer Zeit begonnen wurde, sowie ebenfalls ein Forum mit Bibliothek (die Hadriansbibliothek).

Früh- und mittelbyzantinische Zeit (520-1054)

529 wurden die Athenischen Philosophenschulen geschlossen.

Fränkische und spätbyzantinische Zeit (1054-1453)

Nach dem 4. Kreuzzug 1204 wird Athen fränkisches Herzogtum unter der Lehnshoheit des Königs von Thessalien.

Osmanische Zeit (1453-1832)

1456 erobert Sultan Mehmed II. Athen [Setines] (Ende des Herzogtums Athen). Im Krieg gegen das Osmanische Reich 1687/88 wurde bei der Belagerung Athens durch die Venezianer der Parthenon-Tempel auf der Akropolis getroffen und Teile des Tempels zerstört, als das dort gelagerte türkische Munitionsdepot explodierte. 1827 besetzen türkische Truppen vorübergehend noch einmal Athen. Die Stadt wird mehrfach zerstört.

Neugriechische Zeit (1832-1912)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach den Unabhängigkeitskriegen war Athen nur noch ein kleines Dorf mit etwa 300 Häusern. 1834 wurde Athen Hauptstadt Griechenlands und königliche Residenz. Der erste griechische König, Otto I. (1832-1862) ließ Athen ausbauen und gab zahlreiche klassizistische Bauten in Auftrag (siehe Athener Trilogie). 1843 erlässt König Otto I. auf revolutionären Druck unfreiwillig eine Verfassung. 1862 endet die Herrschaft Ottos I. und das Haus Wittelsbach muss Athen verlassen. 1863-1913 wird Georg I. König von Griechenland.

1878/79 ließ sich Heinrich Schliemann ein repräsentatives Wohnhaus von Ernst Ziller bauen, dass er Palast von Ilion nannte und heute das numismatische Museum der Stadt beherbergt. 1896 fanden in Athen die ersten modernen Olympischen Sommerspiele statt.

Neugriechische Zeit (1912-1944)

· 1912-1913 Balkankriege.
· 1917 tritt Griechenland unter dem Einfluss von Eleftherios Venizelos in den I. Weltkrieg ein und entfacht 1920-1922 den griechisch-türkischen Krieg in Kleinasien (Kleinasiatische Katastrophe). Zahlreiche Flüchtlinge kommen nach Athen.
· 1922 Revolution mit Sturz der Monarchie.
· 1924-1935 Republik.
· 1935 Wiedereinsetzung der Monarchie durch General Metaxas und Beginn seiner Diktatur.
· 1938 debütierte die 15-jährige Maria Anna Cecilia Sofia Kalogeropoulou (Maria Callas) an der Athener Oper.
· Im Frühjahr 1941 deutscher Angriff auf Griechenland, die griechische Regierung flüchtet auf dem Panzerkreuzer Averof nach Alexandria.
· 1941-1944 deutsche Besetzung Athens. Im Oktober 1944 kehrt die Regierung auf dem Panzerkreuzer nach Faliron zurück.

Neugriechische Zeit (seit 1944)

· 1944-1949 Bürgerkrieg in Griechenland.
· Eines der wichtigsten Spätwerke Walter Gropius (1883-1969) steht in Athen: die von 1956 bis 1961 erbaute amerikanische Botschaft.
· 1967-1974 Militärdiktatur.
· Der Athener U-Bahn-Bau zu Beginn des 21. Jahrhunderts zählt zu den größten innerstädtischen archäologischen Kampagnen des europäischen Kontinents.

Sehenswürdigkeiten aus der Antike

· Akropolis mit Parthenon und Erechtheion
· Agora
· Areopag
· Pnyx
· Tempel des Hephaistos
· Zeustempel
· Turm der Winde

Die Geschichte der Stadt Athen ist die längste aller europäischen Städte, sie reicht bis in die Jungsteinzeit, also etwa 7.500 Jahre vor heute zurück. Genauere Details sind aber erst ab etwa 1300 v. Chr. bekannt, als auf der Akropolis ein mykenischer Königspalast errichtet wurde. Die älteste Stadt beschränkte sich auf die obere Fläche eines steilen, nur von Westen her zugänglichen Felshügels, der später als Burg (Akropolis) den militärischen und religiösen Mittelpunkt Athens bildete. Die Fläche wurde bereits in früher zeit eingeebnet und mit einer starken Mauer bewehrt, die mit neun hintereinander angeordneten Toren gesichert wurde (Enneapylai). Diese Anlage hieß nach den Pelaskern, denen man den Bau zuschrieb, Pelargikon. Innerhalb dieser Burg wohnten die alten Könige dieses Teils von Attika. Die alte Stadt Athen stand seit jeher unter dem besonderen Schutz des Zeus, dem ein früh erbauter Altar gewidmet war, sowie der stadtschützenden Athene (Athene Polias), der auch der älteste Tempel der Stadt, der Hekatompedos, geweiht war. Dem äußeren Stadttor gegenüber lag der älteste Markt der Stadt, die Agora. Hier stand der von Peisistratos und seinen Nachkommen geschaffene zentrale Meilenstein, der dem ausgedehnten Wegenetz eine Orientierung gab.

Die Stadt konnte lange Zeit ihre Einflussgebiete erweitern, insbesondere unter dem sagenhaften König Theseus, der die verschiedenen Teile der Landschaft Attika vereinigte, bis sie im Goldenen Zeitalter (etwa 400 v. Chr.) als kulturelles und intellektuelles Weltzentrum betrachtet werden konnte. Auch als sie 86 v. Chr. dem Römischen Reich angegliedert wurde, behielt sie ihren Status und war weiterhin "Intellektuelle Hauptstadt". 529 n. Chr. wurden allerdings die Philosophieschulen geschlossen, als das Byzantinische Reich zum Christentum übertrat.

1458 wurde Athen von den Osmanen erobert und verlor von diesem Zeitpunkt an immer weiter an Bedeutung. Aufgrund mehrerer Zerstörungen zwischen dem 17. Jahrhundert und dem 19. Jahrhundert war die Stadt praktisch unbewohnt, als sie 1833 zur Hauptstadt des neu gegründeten Griechischen Königreichs erhoben wurde.

Heute ist Athen eine moderne Großstadt, die aufgrund des schlechten Straßenzustands und des hohen Individualverkehrs dem Verkehrsinfarkt nahe ist.

Berühmte Athener

· Solon
· Kleisthenes
· Perikles
· Peisistratos
· Alkibiades
· Sokrates
· Miltiades
· Sophokles
· Themistokles
· Demosthenes
· Herodes Atticus
· Melina Mercouri
· Edith Hamilton

Sehenswürdigkeiten

  • Akropolis, u.a. mit Parthenontempel, Niketempel, Erechtheion, Propyläen (in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen)
  • Agora, u.a. mit dem Tempel des Hephaistos und der Athena (der am besten erhaltene Tempel Griechenlands), dem Nachbau der Stoa des Attalos (mit Agoramuseum)
  • Kerameikos (antike Stadtmauer mit dem Dipylon (dem größten Athener Stadttor), Gräberstraße
  • Dionysostheater (an dieser Stelle wurden die klassischen Tragödien der großen Dramatiker Aischylos, Sophokles und Euripides uraufgeführt sowie die Komödien Aristophanes und ab 330 v. Chr. wurde hier die Volksversammlung abgehalten)
  • Odeion des Herodes Attikus
  • Olympieion (Tempel des Olympischen Zeus, des gewaltigsten Tempels des griechischen Festlands, mit über 17 m hohen Säulen)
  • Panathenäisches Stadion (Kallimarmaro-Stadion), 330 v. Chr. wurde das Stadion für die Panathenäischen Spiele erbaut (unter Demosthenes) und 140 n. Chr. von Herodes Attikus mit pentelischem Marmor erneuert. Der heutige Nachbau ist mit Mitteln des griechischen Kaufmanns Georgios Averof gebaut worden. In diesem Stadion fanden 1896 die Olympischen Spiele statt (endgültig fertig wurde das Stadion 1906).
  • Syntagmaplatz, U-Bahn-Station Syntagmaplatz (auch als Museum gestaltet mit Ausstellungsstücken von Ort und Stelle), Parlamentsgebäude (Königspalast), stündlicher Wachwechsel der Evzonen vor dem Grabmal des unbekannten Soldaten (Sonntagvormittag Aufmarsch)
  • Athener Trilogie, ein neoklassizistisches Ensemble: die Akademie, die Universität, die Nationalbibliothek. Zuerst entstand nach Plänen von Christian Hansen die ottonische Universität (1842). 1891 wurde die Akademie der Wissenschaften nach Plänen von Theophil Hansen (siehe auch Wien, Ringstraße) in der Ausführung von Ernst Ziller eingeweiht (die Fertigstellung verzögerte sich durch die Vertreibung König Ottos aus Athen). Ebenfalls 1891 wurde die Nationalbibliothek nach Entwürfen von Theophil Hansen fertiggestellt.
  • Nationalgarten mit Zappeion
  • Erster Athener Friedhof, Grabstätten von Heinrich Schliemann und seiner Frau Sophia, Georgios Averof, Melina Mercouri, Andreas Papandreou, Adolf Furtwängler (Archäologe), am Grab von Sophia Afendakis die "Schlafende" (Koimomeni), das Werk eines der bedeutendsten griechischen Bildhauer, Giannoulis Chalepas (1854-1937)
  • Lykabittos (Erhebung von 277 m mitten in Athen, hervorragende Aussicht auf Athen, Zahnradbahn)
  • Hallen des städtischen Zentralmarkts für Fisch und Fleisch
  • Die Plaka ist das älteste Quartier Athens. Dort, unterhalb der Akropolis, findet man in einem labyrinthischen Gewirr von Gassen viele Tavernen, Restaurants und kleine Geschäfte.
  • Byzantinische Kirchen, z.B. Hagioi Theodoroi (11. Jahrhundert), Hagios Joannis Theologos (11./12. Jahrhundert) oder Hagios Eleftherios - kleine Metropolis (11./12. Jahrhundert)
  • Kloster Dafni (in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen)
  • Kloster Kaisariani
  • Griechischer Panzerkreuzer Averof (Trokadero Marina, Palaio Faliro), hat den Balkankrieg und zwei Weltkriege mitgemacht und überlebt, heute Museumsschiff, von 1911 bis 1955 in Dienst, ein Geschenk des Kaufmanns Averof an sein Land!

Museen

· Archäologisches Nationalmuseum
· Epigraphisches Museum
· Neues Akropolismuseum
· Museum für kykladische Kunst
· Benaki-Museum
· Byzantinisches Museum
· Nationalgalerie
· Jüdisches Museum (2300 Jahre Geschichte der Juden in Griechenland)
· Archäologisches Museum Piräus
· Hellenisches Marinemuseum Piräus

Verkehr

Athen ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Griechenland. Die Stadt ist an alle wichtigen griechischen Verkehrswege angebunden.

Für das Fortkommen in der Stadt ist der öffentliche Nahverkehr in Athen sehr gut ausgebaut. Es gibt drei Metrolinien, eine Straßenbahnlinie und unzählige Buslinien sowie etwa 15.000 Taxen.

Östlich von Athen liegt der internationale Flughafen Eleftherios Venizelos, der im Frühjahr 2001 den alten Athener Flughafen abgelöst hat. Über das gut ausgebaute Metro- und Busnetz können die Fahrgäste schnell und bequem das Athener Zentrum erreichen.

Der wichtigste griechische Fährhafen ist der Hafen von Piräus, der südwestlich vom Zentrum liegt. Von hier aus fahren ganzjährig Fährschiffe zu den Griechischen Inseln. Auch der Fährhafen ist gut an das Athener Metro- und Busnetz angebunden.

Von Athen aus gibt es Bus-Überlandverbindungen zu anderen Orten auf dem griechischen Festland sowie zahlreiche Bus-Fernverbindungen.

Auch wenn das Schienennetz der Bahn in Griechenland nicht sehr ausgebaut ist, verfügt Athen dennoch über zwei Bahnhöfe im Zentrum: der Larissa-Bahnhof für den Schnellzug nach Thessaloniki und der Peleponnes-Bahnhof für die Schmalspurverbindung nach Patras. Für die Olympischen Spiele 2004 bekam Athen eine völlig neue Infrastruktur: ausgebauter Flughafen, U-Bahnlinien und neue Straßen.

Olympische Spiele

Im Sommer 2004 finden in Athen die Olympischen Spiele statt. Im antiken nachgebauten Panathenäischen Stadion (Kallimarmaro-Stadion, hier fanden die Olympischen Spiele von 1896 statt) ist der Zieleinlauf des Marathonlaufs von 2004. Man hatte zwar anfangs Probleme mit dem Bau der Stadien. Bis zur Eröffnung waren aber doch alle Stadien funktionstüchtig. Durch die Olympischen Spiele 2004 bekam Athen ein Sicherheitspaket von 10 Mrd. Euro - die größte Sicherheit für olympische Spiele in der Geschichte.

Demographie

Athen wuchs in den vergangenen 150 Jahren extrem schnell zu seiner jetzigen Größe heran. Während es 1832 bei der Gründung des modernen Griechenland kaum 1000 Einwohner hatte, so sind es heute im Großraum Athens etwa 4 Millionen Einwohner. Wichtige Eckdaten sind die Kleinasiatische Katastrophe von 1920/21, als Griechenland im Vertrag von Sèvres das östliche Thrakien und die Provinz Smyrna an die Türkei abgeben musste.

Über eine Million Griechen mussten daraufhin ihre Heimat verlassen. Viele fanden eine neue Heimat in Athen. Viele Stadtteile tragen so auch noch den Namen der "alten" Heimat. Nea Filadelfia, Nea Smyrni, usw. Auch der Sportverein AEK Athen ist der Verein der Vertriebenen, das K steht für Konstantinopel! Die Entwicklung der Einwohnerzahlen im Gebiet Athen und Piräus nach dem Zweiten Weltkrieg verlief wie folgt:

1940: 1,1 Mio
1951: 1,4 Mio
1961: 1,8 Mio
1971: 2,5 Mio
1981: 3,0 Mio
1991: 3,1 Mio
2001: 3,7 Mio

Athener Wetter / Klima in Athen

Das Stadtklima Athens ist ein ganz besonderes in Griechenland und auch in Europa. Durch die Lage Athens, umringt im Westen, Norden und Osten von Bergen und die vorherrschenden Winde in Griechenland, ist das Wetter in Athen noch trockener und wärmer als in anderen Regionen des Landes. Sommertemperaturen erreichen während Hitzeperioden, die drei, vier Tage andauern und von Juni bis September auftreten können zwischen 40°C und 45°C im Schatten.

Durch die dichte Besiedlung kühlt es in der Nacht kaum ab. Temperaturen von +30°C um Mitternacht sind die Norm im Sommer, 35°C keine Seltenheit. Erst gegen morgen fällt das Thermometer kurzzeitig unter 30°C. Damit sind die Athener Nächte die wärmsten in Europa und stehen denen im arabischen Raum nur wenig nach.

Im Winter dagegen kommt es häufiger zu Kaltlufteinbrüchen aus dem Norden, die dann vor allem in den nördlichen Stadtbezirken auch in regelmäßigen Abständen zu einer Schneedecke führen. Zweifellos passiert dies aber nicht jedes Jahr. Für mitteleuropäische Verhältnisse sind vor allem die Novembertage noch erstaunlich warm. Während es in anderen südeuropäischen Städten schon "Wintertemperaturen" hat, sind es in Athen oftmals bis Mitte November noch 20-25°C am Tag.

Dafür fängt das Frühjahr später an und März und April sind noch erstaunlich kühl. Insgesamt bleibt die Jahresniederschlagsmenge mit unter 400mm pro Jahr in Athen auf einem sehr niedrigen Niveau.

Weblinks

· Offizielle Website von Athen
· EOT, Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
· Griechenland Portal
· Griechenland
· Athen
· Athen-Magazin
· Weiterführende Informationen zu Athen
· Live-Reisen - Athen
· Magazin für Athen
· Athener Zeitung
· Deutsche Buchhandlung in Athen
· Goethe-Institut Athen
· Deutsche Botschaft Athen
· Griechische Kunst

[Quelle]
[Enzyklopädie: Athen. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 16952]