Türkische Republik Nordzypern
Die Türkische Republik Nordzypern (türkisch: Kuzey Kibris Türk Cumhuriyeti) ist ein stabilisiertes De-Facto-Regime im östlichen Mittelmeer auf der Insel Zypern. Sie wird nur von der Türkei als unabhängiger Staat anerkannt. Nach der am Votum der Bürger der Republik Zypern gescheiterten Volksabstimmung über die Wiedervereinigung der Insel ist jedoch eine zunehmende Öffnung der EU gegenüber Nordzypern zu erwarten.
Präsident des nördlichen Teils der Mittelmeerinsel ist Rauf Denktas, der Ministerpräsident heißt Mehmet Ali Talat.
Geschichte
Ausführlicher Hauptartikel: Geschichte Zyperns
- 1963/1964 Innenpolitische Spannungen führten zu einem bewaffneten Konflikt zwischen türkischen und griechischen Zyprioten.
- 15. Juli 1974: Militärputsch, der den Anschluss Zyperns an Griechenland zum Ziel hatte.
- 20. Juli 1974: Einmarsch türkischer Truppen in den nördliche Teil der Insel als Reaktion auf den Putsch
- 200.000 griechische Zyprioten flüchteten aus dem Nordteil Zyperns.
- 1975: Ausrufung des Türkischen Bundesstaats von Zypern.
· 15. November 1983: Proklamation der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ).
· 24. April 2004: In einer Volksabstimmung stimmten 61% für die Wiedervereinigung mit dem griechischen Teil; dort wurde der Plan allerdings mehrheitlich abgelehnt.
· 1. Mai 2004: Die so genannte Green Line - die Grenze zwischen den beiden Landesteilen - wird nicht als EU-Außengrenze definiert, sondern vielmehr von Brüssel ignoriert. Dadurch wird es möglich, dass Güter und vor allem Personen, insbesondere EU-Bürger, erstmals auch vom Norden frei in den Süden passieren können, was bisher vom Südteil nicht geduldet und mit Strafe belegt worden war. Damit bleibt die EU bei der Position, dass sie völkerrechtlich von der Aufnahme der Gesamtinsel ausgeht.
Siehe auch
· Zypern
· Zypern-Konflikt
Weblinks
· Offizieller Webauftritt Nordzyperns (in Englisch)
· Offizieller Webauftritt des nordzypriotischen Präsidenten (in Englisch)
[Quelle]
[Enzyklopädie: Türkische Republik Nordzypern. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 287748]
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