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Länderinformationen zu Kuba


Inhaltsverzeichnis

1 Bevölkerung
1.1 Ethnische Zusammensetzung
1.2 Religion
1.3 Tourismus
2 Geografie
3 Provinzen
4 Wirtschaft
5 Geschichte
5.1 Präsidenten der Republik
6 Kultur
7 Bildung
8 Weblinks

Bevölkerung

Ethnische Zusammensetzung

Schätzungen zufolge ist die Bevölkerung etwa zu je einem Drittel europäischer, schwarzamerikanischer und gemischter (Mulatten) Abstammung. Von der indigenen Bevölkerung der Arawak gibt es keine Nachkommen.

Religion

Durch eine Verfassungsänderung vom 12. Juli 1992 wurde Kuba von einem atheistischen Staat zu einem säkularen, wodurch auch Gläubigen die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei ermöglicht werden sollte.

Als Kubas Hauptreligion gilt neben dem Katholizismus der Santería, eine afro-katholische Mischreligion. Sie basiert auf der animistischen Religion der westafrikanischen Yoruba und ist stark mit katholizistischen Elementen versetzt. Da die Religion keine offizielle Struktur besitzt, sind die tatsächlichen Anhängerzahlen schwer zu ermitteln.

Der Katholizismus ist die, vermutlich nach den Santeria, stärkste Religionsgemeinschaft Kubas. Einigen Schätzungen zufolge sind etwa 35 Prozent der Kubaner katholisch getauft, darunter jedoch auch viele Santeria-Anhänger. Andere Schätzungen gehen von höheren Zahlen aus. Der Katholizismus scheint in höheren Gesellschaftsschichten stärker verankert zu sein, als in den niedrigeren.

Neben der katholischen Kirche sind in den letzten Jahren zahlreiche protestantische und v.a. evangelikale Gemeinden entstanden.

Tourismus

Mögliche Zielflughäfen:
VRA Varadero
HAV Havanna
HOG Holguin
CCC Cayo Coco

ca. Flugzeit nonstop: ca. 10 Stunden

Landschaftliche Besonderheiten

Kuba, ca. 145 km südlich von Florida gelegen, ist die größte karibische Insel und die westlichste der Großen Antillen. Knapp ein Viertel der Insel ist von Gebirgen durchzogen, die im Westen und Osten ein Höhe von bis zu 2500 m erreichen. Zu den größten Gebrigsketten gehören die Sierra de los Organos westlich von Havanna, die Trinidad-Berge in der Inselmitte und die Sierra Maestra bei Santiago de Cuba.
Vielfach findet man Pinien- und Mahagoniwälder, die Küstenbereiche sind überwiegend sumpfig mit dichten Mangrovenwäldern.
Kuba verfügt über eine üppige Flora und Fauna. So ist z.B. die Königspalme "Palma Real", die bis zu 40m hoch wird, das Wahrzeichen der Insel. In der Westprovinz Pinar del Rio wird der weltweit beste Tabak angebaut und geerntet. Desweiteren beherbergt Kuba unter anderem 350 verschiedene Vogelarten, darunter 25 endemische Arten wie den Tocororo, der wegen seines blau-rot-weißen Gefieders zum Nationalvogel Kubas ernannt wurde.

Es gibt insgesamt 54 Säugetierarten, darunter auch das Nagetier Jutia Conga, das in den Gebirgswäldern der Insel beheimatet ist. Auch 42 Amphibienarten haben ihre Heimat auf Kuba, wie zum Beispiel die bis zu zwei Meter lange Santa Maria-Schlange. Einen besonderen Anblick bieten die Flamingos auf den Lagunen von Cayo Coco und Playa Santa Lucia.

Allgemeines: Seit 1959 ist Kuba eine sozialistische Republik. Die Verfassung stammt aus dem Jahre 1976 und wurde zuletzt 1992 geändert. Staats- und Regierungschef der Insel ist seit 1959 Fidel Castro Ruz. Die ehemalige spanische Kolonie ist seit 1902 unabhängig.

Bevölkerung: Zwei drittel der insgesamt ca. 10 Mio. Einwohner bezeichnen sich selbst als Weiße, 12 Prozent als schwarz, 21,9 Prozent als Mestizen und 0,1 Prozent als Chinesen. Seit der Revolution herrscht unter allen Bevölkerungsschichten ein respektvolles Miteinander und ein großes Bewusstsein für Gleichberechtigung.

Literatur und Musik: Der Schriftsteller Ernest Hemingway fühlte sich von Kuba magisch angezogen und verbrachte zwischen 1928 und 1932 mehrere Jahre auf der Insel. Hier entstand auch der mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete Roman "Der alte Mann und das Meer". Zu den bedeutendsten kubanischen Schriftstellern gehört u.a. der berühmte Jose Marti. Kubas Musik, beeinflusst durch afrospanische und franrösische Rhythmen, ist zu einem wahren Exportschlager des Karibikstaates geworden. Auch Filme wie "Buena Vista Social Club" haben die Musik in Europa populär gemacht.

Klima

Das ganze Jahr über bietet Kuba ein heißes und subtropisches Klima. Der meiste Niederschlag fällt von Mai bis Oktober, die kälteren Monate Januar und April haben den geringsten Niederschlag. Von ca. August bis November können Wirbelstürme vorkommen. In der Trockenzeit von November bis April ist die Luftfeuchtigkeit gering. Passatwinde bringen in Küstennähe eine angenehme Kühlung.

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsbürger benötigen einen Reisepass, der mindestens bis einschließlich 6 Monate nach Reiseende gültig sein muss und eine Touristenkarte (bei Pauschalreisen inklusive).
Insbesondere Bürger aus Nicht-EU-Staaten erkundigen sich bitte bei ihrem zuständigen Konsulat nach den jeweils gültigen Einreisebestimmungen für ihr gewünschtes Urlaubsland.

Deutsche Vertretung/Botschaft/Konsulat
Botschaft der Republik Kuba
Stavangerstr. 20 / 10439 Berlin
Telefon: 030/44737023 // Fax: 030/9164553

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Calle 13, No.652, Esquina a B, Vedado, La Habana
Telefon: 0053/7/332569 Fax: 0053/7/331586

Zeitverschiebung
Die Zeitverschiebung beträgt das ganze Jahr über -6 Stunden.

Landesvorwahl nach
Kuba: 0053

Landesvorwahl von
Deutschland: 0049

Mobiltelefon

Da auf Kuba nur wenige deutsche Mobilfunktelefone funktionieren, möchten wir Sie bitten, sich mit Ihrem Mobilfunkanbieter in Verbindung zu setzen. Es besteht die Möglichkeit, Handys tage- oder wochenweise zu mieten, z.B. über den Anbieter "Cubacel".

Gesundheitsbestimmungen

Der Abschluß einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen! Impfungen sind nicht vorgeschrieben, empfohlen werden Impfungen gegen Diphtherie, Hepatitis A und Tetanus. Benötigte Medikamente sollten in ausreichender Menge mitgeführt werden.

Ärztliche Behandlungen werden bar gezahlt. Es wird empfohlen Wasser zum Trinken, Zähneputzen, usw. abzukochen oder Mineralwasser zu benutzen. Akuelle Impfempfehlungen finden Sie im Internet auf der Seite des Tropeninstitutes München: www.fit-for-travel.de.

Währung

Kubanischer Peso Seit dem 08. November 2004 ersetzt der PESO CONVERTIBLE den US Dollar als Barzahlungsmittel auf Kuba. Touristen aus Deutschland können vor Ort Euro umtauschen. In den Urlaubsorten Varadero, Jardines del Rey, St. Lucia, Playa Covarrubias und Holguin wird der Euro auch als Zahlungsmittel akzeptiert. Einfuhr und Besitz von US Dollar sind weiterhin gestattet, für den Bargeld-Umtausch von US Dollar in Peso Convertible wird eine Umtauschgebühr von 10 % erhoben.

Stromspannung/Adapter

Die Mitnahme eines Adapters oder eines amerikanischen Flachsteckers ist notwendig. Meist beträgt die Netzspannung 110 Volt / 60 Herzt. Viele Hotels die auf den europäische Markt spezialisiert sind haben eine Netzspannung von 220 Volt und amerikanische Flachsteckdosen.

Sicherheitshinweise

Verzichten Sie darauf Ihre Wertsachen und große Geldbeträge mit sich herumzutragen; deponieren Sie diese im Hotelsafe. Allzu sorgloser Umgang mit Handtaschen, Brieftaschen, Kameras etc. sollte vermieden werden. Meiden Sie nachts abgelegene Straßen und Strandabschnitte. Von allen wichtigen Dokumenten sollte man Kopien machen und diese mit einem Sicherheitsgeldbetrag getrennt von der Reisekasse und den Originaldokumenten aufbewahren.

Verkehrsmittel

Ein preiswertes Verkehrsmittel sind die Busse, die zwischen nahezu allen Städten Cubas verkehren. Eine Fahrt von Havanna nach Varadero kostet beispielsweise ca. US$ 10,-. Für längere Strecken empfiehlt sich der Zug.

Von Havanna aus starten täglich mehrere Züge in alle Regionen der Insel. Die Preise der Taxifahrten entsprechen in etwa denen der nordwesteuropäischen Länder. Bei längeren Fahrten sollte man versuchen einen Festpreis auszuhandeln und den Taxameter abzustellen. Es empfielht sich vorab mit dem Taxifahrer zu klären, ob das Benzin für die Fahrt ausreicht und ob dies separat gezahlt werden muss.

Ausflugstipps

Havanna liegt an der Nordküste und ist als Hauptstadt Kubas das politische Zentrum der Insel. Die koloniale Altstadt "Habana Vieja" zählt zum "Unesco Weltkulturerbe der Menschheit" und hat noch weitaus mehr zu bieten. Hier spielt sich auch das wirtschaftliche und kulturelle Leben ab.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählen die Kathedrale, der Waffenplatz, das Botschaftsviertel, die Prachtstraße Malecon oder das Revolutionsmuseum. Wandeln Sie auf Hemingways Spuren und besuchen Sie das Museo Hemingway oder die legendären Bars "Bodeguita del Medio" und "Floridita". Die alten und nostalgischen Hotels, wie das "Nacional de Cuba" erinnern noch heute an den Glanz früherer Zeiten.

Auch der Besuch einer Zigarrenfabrik oder die weltbekannte Topicana-Show sind ein wahres Erlebnis. Lassen Sie sich fesseln von dem quirligen Großstadtflair mit seiner einzigartigen karibischen Atmosphäre. Bei einem Ausflug nach Pinar del Rio bekommt man einen Einblick in die Arbeit der Tabakbauern. 563km östlich von Havanna liegt die Stadt Camagüey, das Zentrum der Zuckerindustrie. Hier kann man neben dem Kolonialplatz zahlreiche alte Kaufmannshäuser bewundern und am Abend den Flohmarkt besuchen.

Trinidad hält neben der Atmosphäre einer alten Kolonialstadt den schönsten Blick über Kuba auf dem Turm des Stadtmuseums für seine Besucher bereit. Die alte Hauptstadt Kubas - Santiago de Cuba - bietet neben den zahlreichen Museen auch ein Delfinarium. Ein Ausflug auf die Insel Cayo Granma ist ebenfalls empfehlenswert .

Baden und Erholen

Der beliebte und wohl auch bekannteste Ferienort Varadero liegt auf der Halbinsel Hicacos im Nordwesten Kubas. An dem mit ca. 20 km längsten und breitesten Strand der Insel laden feinster Karibiksand und türkisblaues Wasser zum Entspannen und Baden ein. Mit seinen zahlreichen Hotels unterschiedlicher Kategorien bleiben keine Urlaubswünsche offen. Erleben Sie unbeschwerten Urlaub mit Sonne, Salsa und Karibik-Feeling pur.

Im Zentrum Varaderos finden Sie zahlreiche Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Einkaufsmöglichkeiten. Von den Anfängen Varaderos, als kleines Salinendorf im Jahre 1187 ist heute zwar nur noch sehr wenig zu entdecken, als durchaus sehenswert gelten aber die Kirche Elvira aus dem Jahre 1880 und ein 500 Jahre alter Riesenkaktus an der Punta del Rincon Frances.

Die Inseln Cayo Coco und Cayo Guillermo gehören zu der Region Jardines del Rey ("Korallengärten des Königs"), die sich im touristischen Aufschwung befindet, dies jedoch im Einklang mit der Natur! Guardalavaca ist das Ferienparadies des Nordens Cubas mit der Provinzhauptstadt Holguin .

Zu den schönsten Strandabschnitten zählen unter anderem Playa Esmeralda oder Playa Pesquero. Cayo Largo zählt zu den schönsten Inseln Cubas und bietet seinem Besucher 25 km weißen Karibikstrand, eine Sandbank, sowie eine Leguan- und Vogelinsel.

Trinkgeld

Angemessen ist 1 Peso Convertible bei kleineren Rechnungen und für`s Koffertragen, 3 Peso z.B. für Zimmermädchen je Woche.

Sport
Kuba bietet Sportbegeisterten ein vielfältiges Angebot. Die Insel eignet sich z.B. hervorragend zum Angeln, Radfahren, Golfen, Reiten, Segeln, Tauchen oder Windsurfen.

Essen

Die typische kubanische, d.h. kreolische Küche, vereint indische, afrikanische und spanische Einflüsse. Grundlage der Gerichte sind Reis, Bohnen und Kochbananen. Daneben wird Yuca (Maniok), Süßkartoffel und Kürbis verwendet. Hühner- und Rindfleisch sind mehr anzutreffen als Schweinefleisch. In guten Restaurants erhält man auch kreolische Fischgerichte und Meeresfrüchte. Eine beliebte Nachspeise ist Flan, ein von den Spaniern übernommener Karamelpudding. Neben guten Säften gibt es auch Hochprozentiges. Das Nationalgetränk Cubas ist der Rum, der in vielen Qualitäten pur oder als Cocktail angeboten wird.

Unterhaltung

Kuba bietet mit seinen zahlreichen Bars, Restaurants, Clubs und Märkten für jeden Geschmack eine passende Alternative.

Post
In den meisten Geschäften, in denen Postkarten verkauft werden sind auch Briefmarken erhältlich. das Porto beträgt für eine Luftpostkarte nach Europa 0,50 Euro - für einen Brief 0,80 Euro. Die Post ist ca. drei Wochen nach Europa unterwegs.

Provinzen

Kuba ist in 14 Provinzen und das Sonderverwaltungsgebiet Isla de la Juventud unterteilt.

1. Isla de la Juventud
2. Pinar del Río
3. La Habana
4. Ciudad de la Habana
5. Matanzas
6. Cienfuegos
7. Villa Clara
8. Sancti Spíritus
9. Ciego de Ávila
10. Camagüey
11. Las Tunas
12. Granma
13. Holguín
14. Santiago de Cuba
15. Guantánamo

Wirtschaft

Kuba zählt zu den wenigen bestehenden sozialistischen (kommunistischen) Volkswirtschaften. Nach dem Ende der UdSSR kam es mit dem Wegfall des wichtigsten Handelspartners Kubas 1991 zu einer ökonomischen Krise.

Geschichte

Kuba und die dort lebenden Arawak gerieten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert unter spanische Kontrolle. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die Eingeborenen durch Gewalt und Krankheit praktisch ausgerottet. Für den sehr arbeitsintensiven Zuckerrohranbau besorgten die spanischen Pflanzer sich im 17. und 18. Jahrhundert zehntausende afrikanischer Sklaven.

Strand bei VaraderoDie Kämpfe der Kolonie um Unabhängigkeit begannen 1868 und dauerten mit Unterbrechungen bis zum Abzug der Spanier im Jahr 1898 an, als die USA intervenierten (Spanisch-Amerikanischer Krieg). Die USA besetzten die Insel, bis sie schließlich 1902 endgültig die Unabhängigkeit erlangte. Diese war allerdings bis 1934 durch das Platt Amendment eingeschränkt, das den USA bei Beeinträchtigung amerikanischer Interessen ein jederzeitiges Interventions- Recht in Kuba gab. Ein Überrest dieser amerikanischen Sonderrechte ist die gegen kubanischen Willen von den USA besetzte Enklave Bahía de Guantánamo (Guantanamo Bay).

1959 beendete die Revolution unter der Führung Fidel Castros die langjährige Diktatur Fulgencio Batistas. Seitdem ist Kuba ein sozialistisches Land.

Wegen der von Castro betriebenen Verstaatlichungspolitik, von der insbesondere eine Reihe großer US- amerikanischer Wirtschaftsunternehmen, aber auch unzählige kubanische Bauern betroffen waren, verhängten die USA Sanktionen gegen Kuba, die schließlich unter der Federführung der Exilkubaner um den Alkohol-Clan Bacardi in einer totalen Wirtschaftsblockade der Insel mündeten. Parallel dazu verließen in mehreren Flüchtlingswellen tausende Kubaner ihre Heimat, von denen sich ein Großteil in Florida ansiedelte. Kuba suchte und fand Unterstützung bei den sozialistischen Staaten Osteuropas, insbesondere der damaligen Sowjetunion. Nach deren Zusammenbruch zu Beginn der 1990er Jahre erlebte Kuba eine Phase schlimmer wirtschaftlicher Rückschläge, die erst gegen Ende des Jahrzehnts durch Erfolge beim Neuaufbau des Kuba-Tourismus etwas gemildert werden konnten.

Präsidenten der Republik

· 1902-1906 Tomás Estrada Palma
· 1909-1913 José Miguel Gómez
· 1913-1921 Mario Garcia Menocal
· 1921-1925 Alfredo Zayas y Alonso
· 1925-1933 Gerardo Machado Morales
· 1933 (August-September) Carlos Manuel de Céspedes y Ortiz
· 1933-1934 Ramón Grau San Martin
· 1934 (Januar) Carlos Hevia
· 1934-1935 Carlo Mendieta Montefur
· 1935-1936 José A. Barnet
· 1936 (Mai-Dezember) Migue Mariano Gómez Arias
· 1936-1940 Federico Laredo Bru
· 1940-1944 Fulgencio Batista Zaldivar
· 1944-1948 Ramón Grau San Martin (zum 2.ten Mal)
· 1948-1952 Carlos Prio Socarrás
· 1952-1959 Fulgencio Batista Zaldivar (zum 2.ten Mal, nach Militärputsch)
· 1959 (Januar-Juli) Manuel Urrutia Lleo
· 1959-1976 Osvaldo Dórticos Torrado
· seit 1976 Fidel Castro Ruz

Kultur

Gegen Ende der 1990er Jahre wurde durch den Film "Buena Vista Social Club" von Wim Wenders eine echte Kuba-Welle ausgelöst. Die kubanische Musik "Son" wurde zum Exportschlager. Der Film berichtet über die Arbeit von Ry Cooder mit einer Gruppe von kubanischen Musikern, die fast alle bereits das Rentenalter erreicht hatten.

Varadero

Das Lied "Guantanamera" des kubanischen Nationaldichters José Martí ist ein Klassiker der Folkmusik.

Bildung

Kubas Bildungssystem gehört zu den Besten in Latein-Amerika. 2001 lagen die kubanischen Schüler der vierten und fünften Klasse bei einem Test der UNESCO weit vor den anderen latein-amerikanischen Ländern. Auch der Weltbankpräsident James Wolfensohn sagte Ende 2002, dass es Kuba gelungen sei, die Einschulquote auf 100% zu steigern. Die Analphabetenquote in Kuba liegt bei 0,2 Prozent.

Die Bildung ist in Kuba kostenlos und es besteht eine 9-jährige Schulpflicht. Kuba hat ein dreigeteiltes Bildungssystem, dass aus Grund-, Mittel-, und Oberschule besteht.

In Kuba gab es drei sogenannte Bildungsrevolutionen. Die dritte Bildungsrevolution wurde ca. 2000 gestartet und sollte Probleme, wie die steigende Zahl von Schulabbrüchen, das vermehrte Schwänzen, den Verfall von Gebäuden, die Ausstattung der Schulen und den Mangel an Lehrern lösen. Heutzutage beträgt die Klassenstärke 12 Schüler und jede Schule besitzt Computerarbeitsplätze und Video-Geräte. Zwischen 2000-2002 wurden für die Renovierung, Erweiterung und Neubau von ca. 779 Grund- und Mittelschulen 25 Millionen Dollar und 215 Millionen Peso ausgegeben.

Probleme gibt es bei den Lehrkräften, da diese mit ungefähr 250 Peso im Monat schlecht bezahlt werden und darum in den Tourismus gehen, wo mehr Geld verdient werden kann. Das betrifft vor allem Englisch- und Informatik-Lehrer. Im dem Unterrichtsausfall entgegen zu treten, werden Jugendliche zu sogenannten Notlehrern ausgebildet. Nach Schätzungen sollen heute 40000 Notlehrer ausgebildet worden sein.

[Quelle]

[Enzyklopädie: Kuba. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 156602]