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Länderinformationen zu Jamaika

   

 

Jamaika (engl.: Jamaica) ist ein selbständiger Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations in der Karibik bei 18° 15' Nord und 77° 30' West gelegen. Die Insel liegt südlich von Kuba und westlich von Haiti.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte
2 Bevölkerung
2.1 Tourismus
3 Politik
4 Verwaltungsgliederung
5 Geografie
6 Wirtschaft
7 Menschenrechte
8 Berühmte Jamaikaner
9 Weblinks

Geschichte

Bevor Christoph Kolumbus als erster Europäer die Insel 1494 erreichte, siedelte dort bereits das um 700 v. Chr. eingewanderte Volk der Arawak.

1509 besetzte Spanien die Insel und nannte diese Santiago. Die Kultur der Arawak zerfiel, stark dezimiert durch Krankheiten , Kriege und Sklaverei. 1517 brachten die Spanier die ersten afrikanischen Sklaven auf die Insel. 1611 wurden erstmals mehr schwarzafrikanische als europäische Einwohner gezählt.

1655 besetzten englische Truppen die Insel, 1670 ging sie formell durch den Vertrag von Madrid in den Besitz Großbritanniens über.

Der Sklavenhandel und die Zuckerplantagen machten Jamaika über 150 Jahre lang zu einem der wertvollsten Besitztümer der Welt. Die Insel war auch eine bedeutende Anlaufstelle für Freibeuter und Piraten, insbesondere in Port Royal, bevor die Stadt 1692 durch ein Erdbeben zerstört wurde.

Die Hauptstadt wurde damals nach Spanish Town verlegt, später wurde es in Kingston umbenannt. Das britische Parlament schaffte am 1. August 1834 die Sklaverei offiziell ab. Die Lebensbedingungen der befreiten Sklaven waren damals katastrophal, da sie zwar die Freiheit erlangt, dennoch aber keinen oder kaum Besitz hatten und die Ressourcen der Insel fest in der Hand der Europäer lagen. Die Wut und Verzweiflung der Menschen manifestierte sich im Oktober 1865 im Aufstand von Morant Bay, angeführt von William Gordon. Der Aufstand wurde von den Briten mit massiver Gewalt niedergeschlagen und Jamaika daraufhin zur Kronkolonie erklärt.

Im späten 19. Jahrhundert verlor Zucker an Bedeutung für den Handel und die Insel stellte teilweise auf den Anbau von Bananen um.

Jamaika erreichte in den 1930er Jahren etwas lokale politische Kontrolle, es gab Unruhen und Aufstände gegen die britische Politik und im Jahr 1938 wurde die People's National Party (PNP) gegründet. Die ersten Wahlen mit allgemeiner, für alle Bürger gleichen Wahlberechtigung fanden 1944 statt. Im Jahr 1958 schlossen sich Jamaika und neun weitere britische Gebiete in der Karibik zur Föderation der West Indies zusammen. Jamaika schied 1961 wieder aus dem Bund aus, da die Wähler die Mitgliedschaft ablehnten. Die Unabhängigkeit von Großbritannien wurde am 6. August 1962 erlangt, Jamaika ist seitdem freies Mitglied des Commonwealth.

Der erste Premierminister war Alexander Bustamante von der Jamaica Labour Party (JLP).

Staatsoberhäupter

RegierungszeitNameDynastieLebensdaten
1837-1901 Victoria I.Hannover1819-1901
1901-1910 Edward VII.Sachsen-Coburg1841-1910
1910-1936 George V.Windsor1864-1936
1936 Edward VIII.Windsor1894-1972
1936-1952 George VI.Windsor1895-1952
1952- Elizabeth II.Windsor1926-

Bevölkerung

Jamaika hat ca. 2,6 Millionen Einwohner. Neben der Amtssprache Englisch wird Jamaika-Kreolisch (auch Patois genannt) gesprochen.

Religionszugehörigkeit: Protestanten 61,3% (Church of God 21.2%, Baptisten 8.8%, Anglikaner 5.5%, Seventh-Day Adventist 9%, Pentecostal 7.6%, Methodisten 2.7%, United Church 2.7%, Brethren 1.1%, Zeugen Jehovahs 1.6%, Moravian 1.1%), Römisch Katholisch 4%, andere (darunter am bekanntesten Rastafaris) 34,7%

Tourismus

Mögliche Zielflughäfen:
MBJ Montego Bay
ca. Flugzeit nonstop: ca. 10 Stunden

Landschaftliche Besonderheiten

Der Inselstaat Jamaika ist die drittgrößte Insel der Großen Antillen und liegt im Karibischen Meer, südlich von Kuba. Jamaika hat in ostwestlicher Richtung eine Länge von etwa 235 Kilometern; die breiteste Stelle misst etwa 80 Kilometer.

Die Gesamtfläche des Landes, das Gipfel einer unterseeischen Gebirgskette ist, beträgt 10 991 Quadratkilometer. Kingston ist Hauptstadt und größte Stadt von Jamaika. Die Landschaft ist, bis auf wenige flache Landstriche in der südlichen Küstengegend, gebirgig. Die längste Bergkette bilden die Blue Mountains im Osten der Insel; der Blue Mountain Peak (2 256 Meter) ist der höchste Berg der Westindischen Inseln.

Eine Reihe kleinerer Gebirge erstreckt sich nach Westen bis zur Küste. Sie umgeben eine weiträumige Hochebene. Entlang der 800 Kilometer langen Küstenlinie liegen die Hafenstädte Kingston und Montego Bay. Jamaika ist seit 1962 eine parlamentarische Monarchie (im Commonwealth). Das Staatsoberhaupt ist Königin Elizabeth II., vertreten durch den Generalgouverneur Sir Howard Cooke. Die ehemalige britische Kolonie ist seit 1962 unabhängig.

Die Bevölkerung Jamaikas zählt in etwa 2,6 Millionen Einwohner, von denen ca. 2/3 Protestanten sind. Die wichtigsten Exportgüter des Landes sind Aluminium, Bauxiterz, Zuckerrohr, Bananen und Rum. Zu den bedeutendsten Industriezweigen zählen Tourismus, Textilien, Lebensmittelverarbeitung, Alkoholherstellung aus Rohrzucker, Baustoff- und Papierindustrie.

Klima
Tropische Klimabedingungen herrschen im Küstentiefland Jamaikas vor. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt in dieser Region bei 26,7 ¡C, wobei nordöstliche Passatwinde das extreme Klima häufig mildern. Die durchschnittliche Jahrestemperatur der Hochebene (900 Meter) beträgt etwa 22,2 ¡C; in den Bergregionen liegen die Werte entsprechend darunter.Die jährliche Niederschlagsmenge ist regional sehr unterschiedlich. Über 5 080 Millimeter Regen fallen jedes Jahr in den Bergen im Nordosten; in der Umgebung von Kingston liegt der jährliche Mittelwert bei 813 Millimetern. Die größte Niederschlagsmenge geht in den Monaten Mai, Juni, Oktober und November nieder. Im Spätsommer und Frühherbst können Wirbelstürme auftreten.

Einreisebestimmungen
Für einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tagen reicht zur Einreise nach Jamaika der deutsche Reisepass, der noch 6 Monate über den beabsichtigten Aufenthalt hinaus Gültigkeit haben muss. Ein Visum ist in diesem Fall nicht erforderlich. Bei Einreise zu Geschäftszwecken muss ein Visum vorab bei der jamaikanischen Botschaft in Berlin (Schmargendorfer Str. 32, 12159 Berlin, Tel. 030-859945-0, Fax: 030-859945-40) eingeholt werden. ACHTUNG: Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern.Bitte wenden Sie sich an die zuständige Vertretung. Die Beamten der Einwanderungsbehörde an den Flughäfen überprüfen bei Bedarf bei der Einreise den Nachweis von ausreichenden finanziellen Mitteln und das Vorliegen eines Rückflugtickets. Der deutsche Kinderausweis muss mit einem Lichtbild versehen sein, Minderjährige sollten über ein eigenes Einreisedokument verfügen.
Insbesondere Bürger aus Nicht-EU-Staaten erkundigen sich bitte bei ihrem zuständigen Konsulat nach den jeweils gültigen Einreisebestimmungen für ihr gewünschtes Urlaubsland.

Deutsche Vertretung/Botschaft/Konsulat
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Leiter Dr. Christian Hausmann, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter Ort: Kingston Straße: 10 Waterloo Road, Kingston 10. Telefon: (001876) 926 67 28, 926 67 29, 926 56 65, 968 88 71 Fax: (001876) 929 82 82 Postanschrift: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 444, Kingston 10, Jamaika.

Sprache
Englisch ist die offizielle Landessprache, allerdings sprechen viele Jamaikaner Creol (Patios) einen englischen Dialekt, der afrikanische, spanische und französische Elemente enthält.

Zeitverschiebung
MEZ -6 (UTC -5)

Landesvorwahl nach
Jamaika: 00 1 - 876 (von Deutschland aus).

Landesvorwahl von
Jamaika nach Deutschland: 113-011-49.

Mobiltelefon
GSM 1900. Netzbetreiber ist Digicel (Internet: www.digiceljamaica.com). Ein nicht-GSM-kompatibles TDMA-Netz ist in Betrieb. Mobiltelefone können vor Ort von Cable & Wireless (Internet: http://home.cwjamaica.com/) gemietet werden.

Gesundheitsbestimmungen
Pflichtimpfungen sind nicht vorgeschrieben, außer bei Einreise aus sog. gelbfierendemischen Gebieten. Es wird ein Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphterie empfohlen, bei Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B und Typhus. Malaria kommt auf Jamaika nicht vor.

Währung
Jamaika - Dollar, 1 Jamaika-Dollar = 100 Cents. Die Ein- und Ausfuhr ist untersagt. Geldwechsel ist nur bei offiziellen Wechselstuben oder Banken möglich. 1 EUR = 76 Jamaika Dollar. Die meisten gängigen Kreditkarten werden akzeptiert (Visa, American Express, MasterCard).

Stromspannung/Adapter
110V, 50 Hz, US- Flachstecker, Adapter erforderlich.

Sicherheitshinweise
Verzichten Sie darauf Ihre Wertsachen und große Geldbeträge mit sich herumzutragen; deponieren Sie diese im Hotelsafe. Allzu sorgloser Umgang mit Handtaschen, Brieftaschen, Kameras etc. sollte vermieden werden. Meiden Sie nachts abgelegene Straßen und Strandabschnitte. Von allen wichtigen Dokumenten sollte man Kopien machen und diese mit einem Sicherheitsgeldbetrag getrennt von der Reisekasse und den Originaldokumenten aufbewahren. Tipp: Der Besitz von Marihuana kann zu Gefängnisstrafen und Ausweisung führen. Vor allem sollte man nicht versuchen, Marihuana aus dem Land zu schmuggeln, Gefängnisstrafen drohen.

Verkehrsmittel
Linksverkehr Der Linienbusverkehr zwischen Montego Bay und Kingston ist zuverlässig.

Ausflugstipps
Die Vielfalt Jamaikas, der mit einer Fläche von 4.244 Quadratkilometern drittgrößten Insel der Karibik, ist überwältigend: Tropische Strände vor allem im Norden und Westen, ein bisweilen schroffes Hochland, das bis über 2.000 m reicht, Regenwälder, Wasserfälle, Weltklasse-Tauchreviere, abgeschottete All-inclusive-Hotels in Touristenzentren wie Negril oder Montego Bay und keine 20 km weiter verträumte Fischerdörfer. Dazu kommen die einmalige Reggae-Musik und die exotische Rastafari-Kultur - Eine tolle Mischung! Eine bei Urlaubern sehr angesagte Gegend sind die einsamen Strände um Long Bay im Osten der Insel. Im Süden der Insel, ca. zwei Fahrstunden vom internationalen Flughafen Montego Bay entfernt, bietet der Landstrich zwischen For Charles und Great Bay nicht nur einen langgezogenen, unberührten und feinen Sandstrand, den sog. Treasure Beach.

Baden und Erholen
Die Hauptattraktion Negrils ist ohne Zweifel der Strand. Auf elf Kilometern länge wird einem sauberster weißer Sandstrand mit Palmen gesäumt und kristallklarem Meereswasser geboten. Da muß man sich einfach wohlfühlen.Etwas ruhiger geht es zum Beispiel im Negril Lighthouse zu. Nachdem man die Serpentinen hinaufgefahren ist kann man von dort die gute Aussicht genießen über Negril.Die schönsten Strände findet man in Montego Bay, Ocho Rios, Negril und Port Antonio, wobei jeder Ort sein eigenes Flair hat. Die Strände im Süden der Insel, zum Beispiel Treasure Beach, sind bei Jamaika-Kennern mittlerweile zum Geheimtipp avanciert. Kleine Sandbuchten, die sich mit zerklüfteten Küstenabschnitten abwechseln, sind charakteristisch für den Osten Jamaikas. Zu den bekanntesten Stränden rund um Port Antonio gehören: FrenchmanÕs Cove, der an einem Flußlauf gelegen ist und von Felsen begrenzt wird sowie WinnifredÔs Beach und Boston Beach, die Wiegen des Jerk Pork, eine jamaikanische Grillspezialität.

Trinkgeld
Die meisten Hotels und Restaurants setzen 10% Bedienungsgeld auf die Rechnung. Kellner erwarten 10-15%. Hotelpersonal und Gepäckträger erwarten ebenfalls ein Trinkgeld. Taxifahrer bekommen 10% des Fahrpreises.

Kleidung
Tagsüber ist Freizeitkleidung üblich, Badebekleidung und Shorts gehören an den Strand oder Swimmingpool. Die Abendgarderobe schwankt von lässig in Negril bis formell in anderen Touristengebieten, in denen in der Wintersaison unter Umständen Jackett und Krawatte zum Abendessen erwartet werden. Im Sommer ist die Garderobe ungezwungener.

Sport
Wassersport: Zahlreiche Hotels haben Swimmingpools oder Privatstrände. Die besten Badestrände liegen an der Nordküste. Östlich von Port Antonio in der Boston Bay, ebenfalls an der Nordküste, ist Wellenreiten beliebt. Glasklares Wasser, Wracks versunkener Schiffe, Korallenriffe, Fischschwärme und mit Schwämmen bewachsene Unterwasserhöhlen laden zum Tauchen ein. In Tauchgeschäften kann man Ausrüstungen mieten und mit Führern Taucherausflüge vereinbaren. Einige Taucherclubs und -zentren bieten Lehrgänge an. In den meisten Strandhotels kann man kleine Boote und Bretter zum Wellenreiten und Windsurfen ausleihen. Wer größere Boote mieten möchte, kann sich mit dem Royal Jamaican Yacht Club in Verbindung setzen. Wasserskifahren ist vor den meisten Strandhotels und im Kingston Ski Club in Morgans Harbour möglich. Angeln: In den Flüssen kann man u. a. Bergäschen, Hognose Mullets, Drummers und Small Snooks angeln. In den Hotels der großen Touristengebiete werden Hochsee-Angelfahrten angeboten. Fischen mit der Harpune ist in den Riffen erlaubt. Ein Angelschein ist nicht erforderlich, nur für die im September in Port Antonio stattfindenen Angelwettbewerbe muß man sich anmelden. Tennis: Es gibt zahlreiche Tennisplätze; Hotels ohne Tennisplätze können zumeist einen Platz in der Umgebung vermitteln. Golf: Auf Jamaika gibt es einige der schönsten und anspruchsvollsten Golfplätze der Karibik, vor allem in Montego Bay. Reiten: Manche Reitschulen sind ganzjährig geöffnet, andere nur in der Wintersaison. Hotels sind bei der Buchung gern behilflich. Im Chukka-Cove-Reitzentrum in der Runaway Bay kann man Reitstunden nehmen, Polo spielen und auch übernachten. Im Sabina Park in Kingston und auf anderen Plätzen der Insel wird Kricket gespielt, Nationalsport auf Jamaika wie in den meisten ehemaligen britischen Kolonien; Saison: Januar - August. Fußball steht an zweiter Stelle der Publikumsgunst und wird ganzjährig gespielt. Polo hat eine jahrhundertealte Tradition auf Jamaika. Turniere werden ganzjährig in Kingston veranstaltet. Wöchentlich finden Turniere in Kingston und in Ocho Rios statt. Pferderennen werden auf der Caymanas-Pferderennbahn in Kingston veranstaltet.

Essen
Das Essen ist scharf und würzig. Zu den Spezialitäten gehören Rice and Peas (sinngemäß ÈReis mit ErbsenÇ), ein ausgezeichnetes Gericht, zwar ohne Erbsen, dafür mit Bohnen, Schalotten, Reis, Kokosmilch und Kokosöl; Saltfish and Ackee (getrockneter Kabeljau mit gekochter Ackee-Frucht), Curry aus Ziegenfleisch mit Reis, Jamaican Pepperpot (ÈPfeffertopfÇ mit gepökeltem Rind- und Schweinefleisch, Okra und Calaloo), Hühnerfrikassee (Eintopf mit Huhn, Karotten, Yamswurzel, Schalotten, Zwiebeln, Tomaten und Paprika in kaltgepreßtem Kokosöl) und Spanferkel, gefüllt mit Reis, Paprika, gewürfelter Yamswurzel und Thymian mit geraspelter Kokosnuß und Maismehl. Patties sind der beliebteste Imbiß (Pasteten mit Hackfleisch und Paniermehl oder anderen Füllungen) und überall in verschiedenen Formen und Preislagen zu finden. Getränke: Jamaikanischer Rum ist weltberühmt, vor allem Gold Label und Appleton. Rumona ist ein Rumlikör. Die Biersorten Red Stripe und Dragon Stout sind ausgezeichnet, ebenso Tia Maria (ein Likör aus Schokolade und Kaffee der Blue Mountains). Sehr schmackhaft sind auch frische Fruchtsäfte und der ausgezeichnete Blue-Mountain-Kaffee.

Unterhaltung
In den größeren Hotels treten oft kleine Bands und manchmal Calypso-Sänger mit Gitarren auf. Folkloreshows und Steelbands findet man häufig, ebenso Diskotheken, Nachtklubs und Jazzmusik. Mindestens einmal in der Woche gibt es Steelbandshows mit Limbo-Tänzern und Feuerschluckern. Aus Jamaika kommt die Reggae-Musik und ihr berühmtester Interpret, Bob Marley. Das Fremdenverkehrsamt organisiert Kulturabende unter dem Motto Meet the People. Weitere Informationen bei den Fremdenverkehrsämtern in Kingston, Montego Bay, Port Antonio, Ocho Rios oder Negril. Rick's Cafe: Der wohl bekannteste Treffpunkt in Negril ist Rick's Cafe. Das einstige Zeugnis der Hippie-Kultur der 60er Jahre hat allerdings seit dem Hurrikan "Gilbert" 1988 etwas an Charakter verloren. Trotzdem sollte man einen Besuch dorthin in seine Reiseplanung aufnehmen. Am Abend bietet sich von den Terrassen an der Felsenküste der beste Blick um die Sonnenuntergänge Jamaikas zu beobachten. Auch vor Sonnenuntergang bieten die Felsenspringer, wenn sie sich in die Tiefe stürzen, ein interessantes Programm. Reggae-Musik im Hintergrund und ein großes Angebot an Cocktails und Softdrinks tragen ebenfalls zu einem kurzweiligen Aufenthalt bei.

Unser Tipp
Mandeville, die Sommerhauptstadt, liegt inmitten wunderschöner Gärten und Obstplantagen. Mandeville ist das Zentrum des Zitrusfruchtanbaus und der Bauxitgewinnung auf Jamaika, liegt 600 m ü. d. M. und ist Jamaikas höchstgelegene Stadt. Südlich von Mandeville auf dem Weg zur Küste liegt das Kurbad Milk River Baths. Das Wasser der Mineralquellen erreicht Temperaturen bis zu 32¡C und wird seit 250 Jahren für seine Heilkraft geschätzt. Unweit von hier stößt man auf den LoverÕs Leap, einen schwindelerregenden, 180 m hohen Steilhang in den Santa Cruz Mountains, den Treasure Beach und den Urlaubsort Bluefields. Gesetzliche Feiertage: 1. Jan. 2005 Neujahr. 9. Febr. Aschermittwoch. 25. März Karfreitag. 28. März Ostermontag. 23. Mai Tag der Arbeit. 1. Aug. Befreiungstag. 6. Aug. Unabhängigkeitstag. 17. Okt. Tag der Nationalhelden. 25./26. Dez. Weihnachten.

Post
Luftpost nach Europa benötigt bis zu vier Tage. Postämter öffnen Mo-Fr 08.30-16.30 Uhr. Telegramme können von den meisten Hotels oder Postämtern abgeschickt werden.

Anmerkung: Alle Angaben sind unverbindlich und können ggfs. Änderungen unterliegen.


Politik

Das Rechtssystem basiert auf englischem Common Law. Das letztinstanzliche Gericht ist der Justizausschuss des Privy Council in London.

Stimmrecht: ab 18 Jahre, allgemein Parteien (engl. Namen): Jamaica Labor Party oder JLP; National Democratic Movement oder NDM; People's National Party oder PNP

Verwaltungsgliederung

Jamaika ist ist in drei Grafschaften (counties - ohne Verwaltungsrelevanz) eingeteilt, die sich ihrerseits in 14 (kreisähnliche) parishes gliedern:

Geografie

Höchster Punkt ist die Blue Mountain Peak mit 2.256 m, der Tiefpunkt liegt in der Karibik bei 0 m. Die Landschaft der Insel ist überwiegend von Bergland mit schmalen Ebenen entlang der Küsten gekennzeichnet. Das vorherrschende Klima auf Jamaika ist tropisch heiß.

Wirtschaft

Die wichtigsten Exportgüter sind Aluminium und Bauxiterz, sowie Zuckerrohr, Bananen, Rum und Canabis. Die wichtigsten Industriezweige sind der Tourismus, Textilien, die Lebensmittelverarbeitung, die Alkoholherstellung aus Rohrzucker sowie die Baustoff- und Papierindustrie.

Menschenrechte

Insbesondere die Menschenrechtssituation von Homosexuellen ist in Jamaika als äußerst dramatisch zu kennzeichnen. [1] Artikel 76 des Gesetzes über "Straftaten gegen die Person" ahndet schwulen Sex als "abscheuliches Verbrechen der Sodomie" mit bis zu 10 Jahren Gefängnis, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit. Akte körperlicher Intimität zwischen Männern werden nach Artikel 79 mit bis zu 2 Jahren Haft bestraft, verbunden mit der Möglichkeit, zu schwerer Zwangsarbeit verurteilt zu werden. In jamaikanischen Reggae-Songs wird darüber hinaus gemäß der Rastafari-Ideologie regelmäßig zur Ermordung von Homosexuellen aufgerufen. Homophobe Gewalt gehört zum Alltag. Nach Angaben von Amnesty International haben in den letzten Jahre in Großbritannien mehrere Jamaikaner alleine aufgrund ihrer Homosexualität Asyl erhalten.

Berühmte Jamaikaner

· Bob Marley, Musiker
· Merlene Ottey, Leichtathletin
· Peter Tosh, Musiker

Weblinks

· http://www.jamaika-info.de - Insiderinformationen über Jamaika
· http://www.cabinet.gov.jm/index.asp
· http://www.jflag.org - Jamaica Forum for Lesbians, All-Sexuals and Gays
· http://www.jamaicans.com - Coole Seite auch für Nicht-Jamaikaner
· http://www.jamaicaobserver.com - Tageszeitung
· http://www.jamaica-gleaner.com - Tageszeitung
· http://www.portantoniojamaica.com

[Quelle]
[Enzyklopädie: Jamaika. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 136172]