Italien (italien.: Italia) ist ein Staat in Europa am Mittelmeer. Angrenzende Staaten sind Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien, sowie die Enklaven San Marino und die Vatikanstadt (in Rom). Zu Italien gehören die Mittelmeer-Inseln Sizilien, Sardinien und Elba sowie das völkerrechtlich nicht anerkannte Fürstentum Seborga.
Italien ist unter anderem bekannt für seine Küche, Mode- und Designerartikel, Bekleidungsindustrie, Architektur, Kunst, Musik und Touristenziele.
Inhaltsverzeichnis
1 Sprachen
2 Geographie
3 Geschichte
4 Politik
5 Verwaltungsgliederung
6 Wirtschaft
7 Sport
Sprachen
Neben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch, Französisch, Ladinisch und Slowenisch. Darüber hinaus stehen weitere Minderheitensprachen unter besonderem Schutz (durch die Verfassung und ein präzisierendes Gesetz aus dem Jahr 1999): Albanisch, Katalanisch, Griechisch, Kroatisch, Franko-Provenzalisch, Furlanisch, Okzitanisch und Sardisch. Zum Teil streben die jeweiligen Gemeinschaften einen Ausbau ihrer Sprache zur Amtssprache an.
Geographie
Die Form des Landes erinnert an die eines Stiefels. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden u.a. die Italienische Riviera in Ligurien, die Etruskische Riviera in der Toskana sowie der Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens als die Italienische Adriaküste bezeichnet. Siehe auch Riviera.
Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien.
Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane: der Ätna und der Stromboli (und weitere kleinere um Sizilien herum).
Neben der Hauptstadt Rom sind die bedeutendsten Städte Mailand, Neapel, Genua, Turin, Venedig, Florenz und Palermo.
Siehe auch: Liste der Städte in Italien
Geschichte
Italien, vor allem Mittel- und Süditalien, war schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum, und war so Teil und Zentrum des Römisches Reich. Nach dem Einfall der Goten jedoch, wurde Italien immer zersplitterter und verkam zu einem Spielball der umliegenden Großmächte. Erst in der Zeit des "Risorgimento" konnte eine nationale Einigung erzielt werden, vor allem durch die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi. Den Ersten Weltkrieg gewann Italien auf der Entente-Seite, im Zweiten Weltkrieg kämpfte Italien jedoch an der Seite Deutschlands und wurde von den Alliierten Truppen geschlagen.
Politik
Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, das Parlament besteht aus zwei Kammern (Abgeordnetenkammer und Senat, die alle fünf Jahre gewählt werden und absolut gleichberechtigt sind. Regierungschef ist der Ministerpräsident, seit 2001 Silvio Berlusconi.
Verwaltungsgliederung
Die Verwaltung Italiens ist in 20 Regionen (regioni) gegliedert, die allerdings weniger Kompetenzen haben als etwa die deutschen Bundesländer oder gar die Schweizer Kantone. Fünf Regionen wird eine größere Autonomie gewährt, in der folgenden Liste mit einem Stern markiert:
· Abruzzen (Abruzzo)
· Aostatal (Valle d'Aosta) *
· Apulien (Puglia)
· Basilicata
· Emilia-Romagna
· Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia) *
· Kalabrien (Calabria)
· Kampanien (Campania)
· Latium (Lazio)
· Ligurien (Liguria)
· Lombardei (Lombardia)
· Marken (Marche)
· Molise
· Piemont (Piemonte)
· Sardinien (Sardegna) *
· Sizilien (Sicilia) *
· Toskana (Toscana)
· Venetien (Veneto)
· Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige) *
· Umbria
Bis auf das Aostatal sind die Regionen in Provinzen (province) untergliedert, von denen es bis 103 gab (bis zum Jahr 2004), in Zukunft 108. Unterhalb der Provinzen stehen die Gemeinden (comuni).
Wirtschaft
Italien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde.
Charakteristisch für Italien ist die Zweiteilung des Landes. Während der stark industrialisierte Norden auch über einen gut entwickelten Dienstleistungssektor verfügt und somit wirtschaftlich mit den nördlichen Nachbarländern vergleichbar ist, ist der Süden sehr strukturschwach und noch immer stark landwirtschaftlich geprägt.
Italische Sprachen
Die italischen Sprachen sind eine Untergruppe der indoeuropäischen Sprachen.Die alten italischen Sprachen (u.a. Latein, Faliskisch, Oskisch, Umbrisch, Sabellisch) sind bis auf das Lateinische nur spärlich überliefert.
Es wird die Existenz einer proto-italischen Sprache angenommen.Die romanischen Sprachen stellen den modernen Zweig der italischen Sprachen dar.Es besteht eine nahe Verwandtschaft mit den keltischen Sprachen.
Italienische Menüfolge:
Antipasti
· gegrilltes und in Öl mariniertes Gemüse
· verschiedene Salate
· Schinken mit Melone
· Carpaccio
Primi Piatti/1. Hauptgang
· Pasta
· Gnocchi
· Risotto
· Lasagne
· verschiedene Suppen (z. B. Minestrone)
Secondi Piatti/2. Hauptgang
· Fischgerichte (z. B. Calamari)
· Fleischgerichte (z.B. Saltimbocca alla Romana, Ossobuco, Florentiner)
· Pizza
Dolci/ Süße Nachspeisen
· Tiramisu
· Speiseeis
· Budino/Pudding
· Zabaione
· Cassata (Torte)
Daneben finden sich auf Speisekarten meist noch die Beilagen/Contorni und Früchte/Frutta.
Sonstiges
Die Italienische Küche wird heute gerne mit der Mittelmeerküche oder auch der Mediterranen Küche gleichgestellt oder verwechselt, doch dazwischen gibt es recht große Unterschiede:
Zwar verwendet die italienischen Küche auch sehr viele Zutaten und Rezepte, die das Wesentliche der Mittelmeerküche ausmachen, doch sie ist nicht wirklich so leicht und gesund, wie die berühmte Küche aus den armen Bergregionen rund ums Mittelmeer (Süditalien, Sizilien, Korsika, Provence, Griechische Inseln, Türkei, Levante, Nordafrika, Spanien), die bei uns auch als die Kreta-Diät bekannt (und vermarktet) wurde, doch dafür ist sie um so schmackhafter.
So zeigt schon ein Blick an einen italienischen Strand, dass auch die übliche italienische Küche der teutonischen in punkto Kalorienlast nicht nachsteht.
[Quelle]
[Enzyklopädie: Italien. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 135220]
|