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Länderinformationen

Die Kanaren
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Länderinforamtionen zu den Kanaren

   

 

Die Kanarischen Inseln sind eine geographisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehörende Inselgruppe im Atlantik, ca. 150 km nordwestlich von Westmarokko. Die Bezeichnung "Kanaren" geht vermutlich auf lat. canis (= Hund) zurück, da die Inseln der Sage zufolge von großen Hunden bewacht wurden.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte
2 Geographie
3 Klima
4 Wasserhaushalt
5 Politik
6 Provinzen
7 Städte
8 Literatur

Geschichte

Seit etwa 2000 v. Chr. waren Menschen auf den Inseln präsent.

Einige Inseln wurden jedoch erst viel später besiedelt. Die Ureinwohner der Kanarischen Inseln, die Guanchen, wurden 1402 bis 1496 durch die Spanier unterworfen und im Verlauf der Geschichte ausgerottet. Seither gehören die Inseln zu Spanien.

Im 18. Jh. wanderte ein kleiner Teil der spanischsprachigen Bevölkerung nach Louisiana aus. In Amerika wurden sie Islenos genannt.

Geographie

Die Kanarischen Inseln bestehen aus den sieben Hauptinseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro, sechs mittleren Inseln (Alegranza, Graciosa, Montaña Clara, Lobos, Roque del Este und Roque del Oeste) und verschiedenen kleineren unbewohnten Inseln und Felsen (wie Anaga, Salmor und Garachico). Sie liegen im Atlantik in einer geografischen Region, die als Makaronesien bezeichnet wird (zusammen mit den Kapverdischen Inseln, den Azoren, und dem Madeira- Archipel). Der höchste Berg der Kanarischen Inseln ist der 3718 m hohe Pico de Teide. Er liegt auf der Insel Teneriffa.

Klima

Das Klima der Kanarischen Inseln ist aufgrund der Äquatornähe zwischen dem 27. und 29. Breitengrad das ganze Jahr über angenehm, was den Kanarischen Inseln den Beinamen "Inseln des ewigen Frühlings" eingebracht hat. Das Meer gleicht die Temperaturen aus und die Passatwinde halten die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara fern. Die Tagestemperaturen bewegen sich das ganze Jahr über zwischen ca. 20°C und 29°C. Klimabestimmend ist auch die Wolkenbildung der Passatwinde sowie die stete Richtung (Nordostpassat), aus der die Passatwinde wehen. Der Nordosten der Inseln ist meist wärmer ausgeprägt als der Südwesten der Inseln.

Wasserhaushalt

Der Nebelwald auf Gomera. Ausgedehnte Flechtenvegetation, die ohne den Nebel nicht existieren würde

Der Wasserhaushalt der Inseln bzw. der Niederschlag ist vor allem durch die Passatwinde geprägt. Aufgrund der Höhe der Passatwinde (ab ca. 600/700 bis 1700 Meter Höhe über NN gibt es gravierende Niederschlagsunterschiede auf den einzelnen Inseln.

Inseln wie z.B. Lanzarote weisen kaum Erhebungen auf, die diese Höhe erreichen. Der Passatwind mit seiner Feuchtigkeit weht schlichtweg über diese Insel hinweg.

Als anderes Beispiel mag La Gomera dienen. Gomera erhebt sich deutlich bis in die Zone der Passatwinde. An den Hängen Gomeras hat sich aufgrund seiner Höhe der so genannte Nebelwald ausgebildet. Die anflutenden Passatwinde steigen hier auf und kondensieren als Nebel oder auch Regen aus (Steigungsregen). 70% des Wassers auf Gomera stammt so aus dem Nebelwald bzw. der Nebelwaldregion. Die Flechten- und Moosvegetation der Nebelwälder ist ein redsames Beispiel für Niederschlag über den Nebel.

Politik

Die Inseln bilden zusammen eine Autonome Region (span. comunidad autónoma, vergleichbar mit einem Bundesland) Spaniens.

Provinzen

Santa Cruz de Tenerife (bestehend aus Teneriffa, La Palma, Gomera und El Hierro), KFZ-Kennzeichen: TF
Las Palmas (bestehend aus Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote), KFZ-Kennzeichen: GC

Städte

Die wichtigsten Städte auf den Kanarischen Inseln sind (mit Angabe der Insel, auf der sie liegen, und der Einwohnerzahl 2001):

· Las Palmas de Gran Canaria (Gran Canaria) 364.777
· Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa) 214.153
· San Cristóbal de La Laguna (Teneriffa) 133.340
· Telde (Gran Canaria) 89.493
· Santa Lucía de Tirajana (Gran Canaria) 47.161
· Arrecife (Lanzarote) 45.549
· Arona (Teneriffa) 43.259
· San Bartolomé de Tirajana (Gran Canaria) 40.825
· La Orotava (Teneriffa) 38.670
· Puerto del Rosario (Fuerteventura) 24.000

Literatur

Pott, Joachim/Hüppe, Joachim/de la Torre, Wofredo Wildpret: Die Kanarischen Inseln. Natur- und Kulturlandschaften, Ulmer : Stuttgart 2003, 320 S., 295 Farbfotos, 28 Farbgrafiken, 3 Tabellen, ISBN 3-8001-3284-2 (reichbebilderte Darstellung der Geobotanik)

[Quelle]
[Enzyklopädie: Kanarische Inseln. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 141288]