Ägypten (arab.: Misr) liegt im Nordosten Afrikas, die zu Ägypten gehörende Halbinsel Sinai wird im allgemeinen zu Asien gezählt.
Das Land grenzt an das Mittelmeer, das Rote Meer (Golf von Akaba), den Gaza-Streifen, Israel, Libyen und den Sudan.
Die Landfläche Ägyptens besteht im wesentlichen aus der Stromoase des Nils. Weitere Oasen liegen westlich: Fajum, Dakhla, Farafra, Siwa und Kharga. Zu Vorderasien gehört die Halbinsel Sinai.
Westlich des Nils liegt die Libysche Wüste, östlich davon die Arabische Wüste.
Die größten Städte sind
· Kairo (16 Mio Einwohner),
· Alexandria
· Gizeh (Gise).
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
2 Geschichte
3 Sprachen
4 Weblinks
5 Geschichte des alten Ägyptens
Geographie
Ägypten liegt zwischen den arabischen Ländern Nordafrikas und Israel.
Die Küsten liegen im Norden zum Mittelmeer, im Osten zum Roten Meer, beide sind durch den Suezkanal miteinander verbunden. An der Küste herrscht mediterranes Klima, das Landesinnere ist heiß und trocken mit ausgeprägtem Wüstenklima.
Der landschaftliche Charakter Ägyptens ist geprägt vom Gegensatz der Wüstengebiete und dem dicht besiedelten, bewässerten Kulturland entlang des Nils. Diese Landfläche macht etwa 5% des Territoriums aus.
Geschichte
Die Anfänge der ägyptischen Zivilisation liegen ca. 7.000 Jahre in der Vergangenheit. Die ägyptische Geschichte wird in viele Epochen gegliedert, deren wichtigste hervorgehoben sind:
· Prädynastik bis 3100 v. Chr.
· Frühdynastische Periode 3100 v. Chr.-2686 v. Chr.
· Altes Reich 2686 v. Chr.-2181 v. Chr.
· Erste Zwischenzeit 2181 v. Chr.-2050 v. Chr.
· Mittleres Reich 2050 v. Chr.-1786 v. Chr.
· Zweite Zwischenzeit 1786 v. Chr.-1567 v. Chr.
· Neues Reich 1567 v. Chr.-1070 v. Chr.
· Dritte Zwischenzeit 1070-525 v. Chr.
· Spätdynastik 525 v. Chr.-332 v. Chr.
· Ptolemäerzeit 332 v. Chr.-30 v. Chr.
· Römerzeit 30 v. Chr.-395
· Byzantinische Zeit 395-640
· Frühislamische Zeit 640-969
· Fatimidenzeit 696-1171
· Ayyubidenzeit 1171-1250
· Mamelukkenzeit 1250-1517
· Osmanenherrschaft in Ägypten 1517-1805
· Ägyptische Expedition 1798-1802
· Dynastie des Muhammad Ali 1802-1952
· Britische Herrschaft in Ägypten 1892-1952
· Republik Ägypten seit 1952
Speziell die Einteilung der geschichtlichen Perioden der vorchristlichen Zeit geht auf Manetho zurück, der die Herrscherlisten des alten Ägypten bis zum letzten ägyptischen Pharao in 30 Dynastien eingeteilt hat.
Siehe dazu auch den Hauptartikel: Geschichte des Alten Ägypten
Aus der altägyptischen Kultur sind bis heute eine Reihen von Bauwerken erhalten. Die wohl bekanntesten sind die Pyramiden von Gizeh, die auch zu den 7 antiken Weltwundern zählten. Die Ägypter beherrschten die Kunst der Mumifizierung und zahlreiche Mumien sind gefunden worden. Die Wissenschaft, die sich mit der altägyptischen Kultur und Geschichte befasst, ist die Ägyptologie.
Sprachen
Die Sprache des alten Ägyptens, die ägyptische Sprache, ist im 17. Jahrhundert mit dem Koptischen ausgestorben.
Heute spricht man ägyptisch-arabisch, einen neuarabischen Dialekt.
Schriftsprache ist seit der arabischen Eroberung im 7. Jh. das Hocharabische, nur in der koptischen Kirche wird als Liturgiesprache noch das Koptische verwendet, das in eigener Schrift, die dem griechischen verwandt ist, geschrieben wird.
In der Oase Siwa (auch Siwah) spricht man noch eine Berbersprache, das so genannte Siwi.Außerdem sprechen immer noch viele Nubier nubisch.
Weblinks
http://www.sis.gov.eg/ - Offizielle Webseite
http://www.chufu.de/ - Ägypten, Land am Nil
http://al-asr.karimsaad.com/mainindex.php?site=background/aegypten/default
http://www.soenkes.de/ - Zahlreiche Informationen zu Hurghada und Ägypten
[Enzyklopädie: Ägypten. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 4143]
Geschichte des Alten Ägypten
Die Geschichte des Alten Ägypten wird in die Epochen Altes Reich, Mittleres Reich, Neues Reich und Spätzeit eingeteilt.
Inhaltsverzeichnis
1 Übersicht
1.1 Das Alte Reich
1.2 Die Erste Zwischenzeit
1.3 Das Mittlere Reich
1.4 Die Zweite Zwischenzeit
1.5 Das Neue Reich
1.6 Die Dritte Zwischenzeit bis zur griechisch-römischen Zeit (Spätzeit)
2 Zeittafel
2.1 Das Alte Reich
2.2 Das Mittlere Reich
2.3 Das Neue Reich
2.4 Die Spätzeit
3 Siehe auch
Übersicht
Die ägyptische Hochkultur beginnt mit der Prädynastischen Zeit. In dieser Zeit entsteht ein Reich in Oberägypten. Militärische Expansionen richten sich gen Norden in das Nildelta. Dort erobern sie das heutige Unterägypten. Damit vollzog sich der erste Schritt der Reichseinigung.
Bis 3000 v. Chr. erreichen die Ägypter die ersten kulturellen Höhepunkte wie z.B. die Entwicklung der Schrift.
Es beginnt die Thinitenzeit, die Frühzeit Ägyptens. In dieser frühdynastischen Epoche stößt der Thinitenkönig Aha von Ober- nach Unterägypten vor und leitet die Reichseinigung ein. Er lässt eine zentrale Verwaltung in der neuen Hauptstadt Memphis errichten.
Bis zum Ende der ersten Dynastie 2780 v. Chr. konsoldiert sich der ägyptische Staat. Abydos, Hierakonpolis, Buto und Sais mit ihren vordynastischen Kultstätten sind die geistigen Zentren Ägyptens, dessen Einfluss sich bis auf Nubiens Norden zwischen Gebel es-Silsile und dem Wadi Halfa erstreckt.
Das Alte Reich
Das Alte Reich beginnt mit der dritten Dynastie 2600 v. Chr. in der das Reich in Gaue gegliedert wird. Das Alte Reich ist auch die Zeit, in der der typisch ägyptische Ausdruck in Kunst, Religion und Kultur gefunden wurde. Seit der dritten Dynastie nimmt die Vorstellung von der Sonne als Weltgott festere Gestalt an und drängt die ältere Überzeugung vom König als Weltgott in den Hintergrund. Der Anspruch des Königs konzentrierte sich deshalb darauf, auch nach seinem Tode noch wirksame Kraft zu besitzen. Sichtbares Zeichen dieser Behauptung sind seit Djoser die Pyramiden, die, immer größer und fester gebaut, Körper und wirkende Kraft der toten Könige in alle Ewigkeit erhalten sollen. Den Höhepunkt erreichte diese Auseinandersetzung unter den Königen Cheops und Chephren, die die größten je geschaffenen Pyramiden bei Giseh errichten ließen. Ägypten wird zum absoluten Königsstaat. Nubien befreit sich von der ägyptischen Herrschaft, die nun schon seit langem andauert. Die Folge davon sind Unruhen und Hungersnöte die zum Zusammenbruch des alten Reichs führen.
Die Erste Zwischenzeit
In der Ersten Zwischenzeit 2190 v. Chr., nach der sechsten Dynastie, zerfällt Ägypten und unter den neu entstandenen Herrschaftsgebieten bekommen zwei Städte eine besondere Bedeutung, Theben und Herakleopolis. Den Herakleopoliten, die in Unterägypten leben, gelingt es abtrünnige Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Dem Thebaner Mentuhotep II. gelingt es nach seinem Aufstieg Ober- und Unterägypten wieder zu vereinigen.
Nubien wird wieder zurückerobert. Am Ende der 11. Dynastie 1991 v. Chr. endet die erste Zwischenzeit.
Das Mittlere Reich
Das Mittlere Reich ist die zweite große Epoche des ägyptischen Reiches. Es umfasst die 12. und Teile der 13. Dynastie.
Am Beginn der 12. Dynastie steht Amenemhet I., der den Kult um Amun fördert und ihn zur wichtigsten Gottheit deklariert. In dieser Zeit scheint Ägypten im Reichtum zu leben. Amenemhet I. gelingt es auch, die Grenzen Ägyptens bis ins Herz Nubiens auszudehnen. Mit Phönizien wird eine Handelsbeziehung geknüpft und die Gegend um das Fayum wird entwässert. Später lässt Amenemhet III. eine große Residenz bauen. Sein Nachfolger Sesostris III. ist einer der mächtigsten Herrscher, den Ägypten je hatte. Nun schafft er es endgültig und besetzt Nubien ganz.
Die Zweite Zwischenzeit
Mit der Zweiten Zwischenzeit beginnt die dunkelste Zeitepoche Ägyptens. Sie wird durch den Einfall semitischer Völker aus dem Osten gekennzeichnet. Die Hyksos besetzen fruchtbare Gebiete und machen Avaris zu ihrer Hauptstadt.
Nach ungefähr einem Jahrhundert sammeln sich einige Prinzen anderer Dynastien aus Theben und erobern und befreien bis Ende 1540 v. Chr. Ägypten. Ahmose beendet die Zurückeroberung, gründet die 18.Dynastie und vereinigt unter sich ganz Ägypten.
Das Neue Reich
Das Neue Reich umfasst eine Zeitspanne von 500 Jahren und gilt als Höhepunkt der ägyptischen Geschichte. Ahmose stellt die Landesgrenze wieder her und Theben wird innerhalb kurzer Zeit zur religiösen und Memphis zur militärischen Hauptstadt.
Thutmosis I. kann die Grenze im Süden des Landes weiter ausbauen, wodurch ein verstärkter Import von Sklaven einsetzt.
Nach dem Tode von Hatschepsut kommt Thutmosis III. an die Macht. Seine 33 Kriegszüge sind bis heute berühmt. Das ägyptische Reich umfasst nun auch die Inseln Kreta, Zypern, und die Kykladen. Gegen Ende seiner Regierungszeit stößt Thutmosis III. bis zum 4. Nilkatarakt vor. Somit reicht Ägypten von Napata in Nubien bis zum Euphrat. Mit Thutmosis Ende verliert Ägypten einen seiner bedeutensten Herrscher.
Die nachfolgenden Herrscher profitieren von der Eroberungspolitik desVorgängers. Unter ihnen fliessen alle Reichtümer Afrikas und des Orients nach Ägypten, dessen Kultur seine höchste Blüte erlebt.
Um 1340 v. Chr. besteigt Amenophis IV. (Echnaton) den Horusthron Ägyptens. Er herrscht rund 16 Jahre lang. Seinen Regierungsitz verlegt er in die von ihm neu erbaute Stadt Achet-Aton. Hier kann er seinem einzigen Gott Aton dienen und huldigen.Sein jugendlicher Nachfolger Tutanchamun muss unter dem Druck der thebanischen Priesteschaft den Aton-Kult wieder abschaffen. Möglicherweise wurde Tutanchamun von mächtigen Militärs stark beeinflusst. Er regierte nur zehn Jahre.
In der Folge geht die Macht in die Hände des Militärs. Eje II. sowie Haremhab waren vor ihrer Inthronisation bedeutende Generäle.
Es folgen Ramses I. und Sethos I., der die Eroberungspolitik im Orient wieder aufnimmt und endlich Ramses II., der seine ganzen Kräfte dazu aufbringt, das Hethiterheer zu besiegen. Nach dem Tode Ramses II. ist es schnell mit dem Frieden im Lande vorbei. Von allen Seiten gibt es Unruhen, die jedoch zurückgeschlagen werden. Die 19. Dynastie endet schließlich mit Thronwirren.
Die Dritte Zwischenzeit bis zur griechisch-römischen Zeit (Spätzeit)
Wirtschaftlich gesehen steht das Land um 1000 v.Chr. vor dem Ruin. Assyrer und Perser, sowie makedonische Griechen besetzen das Land. Die 21. Dynastie wählt Tanis zu ihrer Hauptstadt. In der 25. Dynastie herrschen sogar die verachteten Nubier oder Kuschiten über den Nilstaat. Die Hauptstadt wird nach Napara verlegt. Das Ende war unvermeidbar. Alexander III., bekannt als der Große, besiegelt endgültig das Schicksal Ägyptens und gründet die griechische Herrschaft. Nach dem Tode Alexanders übernimmt Ptolemaios I. die Macht am Nil, Alexandria wird Hauptstadt. 47 v. Chr. landet Cäsar in Ägypten. Nach der entscheidenen Schlacht bei Actium, 31 v. Chr., nehmen sich Cleopatra und Marcus Antonius das Leben. Ägypten wird römische Provinz. Nach der Teilung des Römischen Reiches fällt Ägypten an Oststrom.
Zeittafel
Das Alte Reich
ca. 2649 v. Chr.-2150 v. Chr.
In dieser Zeit wurden in Ägypten die Pyramiden gebaut.
ca. 2590 v. Chr. - Die Große Pyramide von Giseh, die Cheops- oder Chufupyramide, wird erbaut.
· ca. 2150 v. Chr.-2040 v. Chr. - Die erste Zwischenzeit in Ägypten
· ca. 2100 v. Chr.-2000 v. Chr. - Die 3. Dynastie von Ur regiert in Sumer und Akkad
Das Mittlere Reich
ca. 2040 v. Chr. - 1640 v. Chr.
ca. 1674 v. Chr.-1720 v. Chr. - Die Hyksos dringen aus dem Mittleren Osten ins Nildelta ein
ca. 1640 v. Chr.-1552 v. Chr. - Zweite Zwischenzeit; Ägypten herrscht über Kusch (Sudan)
Das Neue Reich
ca. 1552 v. Chr.-1069 v. Chr.
Diese Epoche ist die Zeit der Hochkultur des Ägyptischen Reiches. Im Tal der Könige werden die berühmten Königsgräber errichtet.
· 1490 v. Chr.-1552 v. Chr. - Regierungszeit von Königin Hatschepsut
· 1490 v. Chr.-1436 v. Chr. - Regierungszeit von Thutmosis III. in Ägypten
· 1364 v. Chr.-1374 v. Chr. - Regierungszeit von Pharao Echnaton (Amenophis IV.)
· 1347 v. Chr.-1337 v. Chr. - Tutanchamun regiert Ägypten
· 1289 v. Chr.-1224 v. Chr. - Regierungszeit von Ramses II.
· 1284 v. Chr. - Schlacht bei Kadesch; Ramses II. kämpft hier gegen die Hethiter
· 1200 v. Chr.-1194 v. Chr.- Pharao Sethos II. regiert
· 1184 v. Chr.-1153 v. Chr.- Ramses III., der letzte große Kriegsherr, regiert
· 1069 v. Chr.-664 v. Chr. - Dritte Zwischenzeit
Die Spätzeit
· ca. 664 v. Chr.-525 v. Chr.
· 664 v. Chr.-525 v. Chr. - Über Ägypten herrscht die Sais-Dynastie
Musik Ägyptens
Inhaltsverzeichnis
1 Musik im antiken Ägypten
2 Entwicklung
2.1 Volksmusik
3 Populäre Musik
3.1 Shaabi
3.2 Al-Jil
3.3 Vertreter
4 Heutige E-Musik
Musik im antiken Ägypten
In der Tonkunst zeigten die alten Ägypter ab etwa 3000 v. Chr. technische Fertigkeit in der großen Mannigfaltigkeit ihrer Musikinstrumente, den verschieden gestalteten Harfen, Lauten, Zithern, Flöten, Doppelflöten, Pfeifen, Tamburinen, Trommeln etc., die sich in zahleichen Wandfresken abgebildet finden; weitere Kenntnisse leiten sich auf Funden aus ärchäologischen Ausgrabungen ab.
Entwicklung
Volksmusik
In der nach-ptolemäischen und nach-römischen Zeit integriert die ägyptische Musik Einflüsse aus dem byzantinischen, persischen und - vor allem - dem arabischen Raum. Innerhalb Ägyptens beeiflussten vor allem die Traditionen der Beduinen, Saiyidis und Nubier die ägyptische Volksmusik.
Populäre Musik
Bis die späten 1980er Jahre waren klassische Sänger wie Umm Kalthum Ägyptens größte Popstars. Ab Mitte den 1990er Jahre wurden sie jedoch durch neuere Musikformen wie Al-jil und Shaabi verdrängt, vor allem beim jüngeren Publikum.
In den späten 1960er Jahren begann sich die moderne ägyptische Popmusik mit Sängern wie Aida al-Schah und Layla Nasmy zu entwickeln.
Shaabi
Der Druchbruch für Shaabi-Musik erfolgte 1971 mit dem Erfolg von Ahmed Adaweyah. Adaweyah integrierte in seiner Musik Einflüsse aus Großbritannien und den USA sowie anderer arabischer Popstars.
Al-Jil
Al-Jil-Musik entwickelte sich in den 70er Jahren. Es handelte sich dabei um eine tanzbare Popmusik, die typisch arabische Merkmale einschloss. Der Hauptvertreter dieser Musikrichtung ist Hamid el-Shaeri, der mit "Lolaiki" (1988) den ersten Al-jil-Hit veröffentlichte.
Vertreter
Zu den Vertretern der zeigenössischen ägyptischen Musik gehören u.a.:
jaja
· Samira Said (Popmusik/Weltmusik)
Heutige E-Musik
Die heutige ägyptische Musik unterscheidet sich zwei Gruppen:
· Einer, die die Oktave in 24 Vierteltöne aufteilt, und
· einer mit 17 Stufen (Lautenleiter).
[Quelle]
[Enzyklopädie: Geschichte des Alten Ägypten. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 102935
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